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Das Märchen vom Risikomanagement

06.11.2017 - Rendite ohne Risiko. Auf diese einfache Formel lassen sich eine Vielzahl intensiv beworbener Anlagelösungen am Markt bringen. Nichts als Märchen, sagt Prof. Dr. Stefan May, Finanzexperte und Leiter des Anlagemanagements von Quirin Privatbank und quirion. Ein Kommentar.
Prof. Dr. Stefan May
Prof. Dr. Stefan May

Nichts wünschen Anleger sehnlicher, als eine Investition mit hohen Gewinnchancen bei vernachlässigbarem Risiko. Am liebsten einen sicheren Käfig, in dem sie das Risiko einfach wegsperren können. So wie im Märchen die gute Fee das Ungeheuer. Viel würden sie dafür geben, wenn sich der unangenehme Risikoaspekt ihrer Investition vermeiden ließe. Und wo ein Wunsch ist, ist nicht selten auch eine Fee, die einem Wunderbares verspricht.

Genau an dieser Stelle liegt der psychologische Anknüpfungspunkt der Finanzdienstleister, welche mit Risikomanagementmodellen auf Kundenfang gehen. Sie behaupten, dass es möglich sei, Risiken durch ausgefeilte wissenschaftliche Modelle frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu agieren. Es wird suggeriert, man könne damit vor einem kräftigen Kursrutsch aussteigen und zeitig – bevor der Wiederaufschwung beginnt – wieder einsteigen. Auf diese Weise ließen sich die Wertzuwächse an den Aktienmärkten mitnehmen und zugleich die entsprechenden Risiken ausschalten. Dass dies mit einem hohen technischen und personellen Aufwand verbunden ist, der entsprechend bezahlt werden muss, versteht sich dabei von selbst. So in etwa lautet die subtile und häufig nur unterschwellig vermittelte Botschaft einer Vielzahl intensiv beworbener Risikomodelle.

All diese Modelle haben dramatisch versagt

Die traurige Wahrheit aber ist: Das sind Märchen. Kein System dieser Welt kann dies tatsächlich leisten. Diese Behauptungen sind lediglich geschicktes Marketing. Und: Dieses Marketing ist unglaublich erfolgreich, denn es verspricht genau das, was jeder Kunde hören will: dass sich an den Aktienmärkten Erträge ohne nennenswerte Risiken erzielen lassen. 

Eindeutige wissenschaftliche Forschung zeigt aber zweifelsfrei, dass sich die großen Umschwünge an den internationalen Finanzmärkten – und um diese geht es, nicht um das kurzfristige Auf und Ab – nicht prognostizieren lassen. Auch nicht mit den ausgefeiltesten Risikomodellen. Um dies zu sehen, genügt ein kurzer Blick auf die Finanzmarktkrise der Jahre 2007/08 und den entsprechenden Kursverfall. Es waren ja nicht nur die Privatanleger, die herbe Verluste hinnehmen mussten. Getroffen hat es insbesondere große Institute, denen die unterschiedlichsten (und teuersten) Risikomodelle zur Verfügung standen. All diese Modelle haben dramatisch versagt. Ja, es gibt nicht wenige Analysten, welche diese Risikomodelle sogar für eine Ursache dieser letzten großen Finanzmarktkrise halten. Und nun sollen mit diesen Modellen die Privatanleger beglückt werden.

Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Meine These lautet nicht, dass Risikomanagement nutzlos ist. Ganz im Gegenteil: Es hat im Rahmen eines Anlage-Gesamtkonzeptes unentbehrliche Aufgaben zu erfüllen. Nur: Es kann nicht das leisten, was sich viele Anleger wünschen und was ihnen von der Finanzbranche daher auf subtile Weise suggeriert wird: Nämlich sie ohne Renditeeinbußen vor den großen Umschwüngen an den internationalen Finanzmärkten zu schützen.

Sie wollen mehr erfahren? Schreiben Sie uns eine E-Mail an info(at)quirion.de und wir schicken Ihnen eine ausführliche Darstellung der tatsächlichen Funktionen des Risikomanagements.

 

 

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