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Do-it-yourself-Portfolios vs. quirion

07.08.2017 - Viele Anleger nehmen ihre Geldanlage selber in die Hand und stellen sich – ausgerüstet mit ETF-Empfehlungen aus der Presse oder dem Internet – ihr passives Portfolio selbst zusammen. Solch ein „Pantoffelportfolio“ verspricht durchaus ein besseres Anlageergebnis als überteuerte aktive Fonds. Aber auch gegenüber dieser Do-it-yourself-Lösung liefert quirion einen spürbaren Mehrwert. Unser Portfolio-Management-Experte Dr. Anselm Hüwe erklärt, warum.
Dr. Anselm Hüwe - Senior Analyst
Dr. Anselm Hüwe

Selten liest man mittlerweile in der Presse Anlageempfehlungen von unabhängigen Experten, die ohne die Empfehlung von ETFs auskommen. Zunehmend sprechen sich die Vorteile einer passiven Geldanlage herum: Niedrige Kosten sind das wichtigste, denn jeder gesparte Euro steigert die Rendite. Zudem erzielt man mit einer passiven Strategie exakt die Rendite des Marktes. Das Risiko, mit Wetten auf einzelne Unternehmen Verluste einzufahren, entfällt also. Wenn also Kosten bei der Geldanlage so zentral sind, warum dann nicht die Geldanlage selber in die Hand nehmen und sich die (niedrigen) Gebühren eines digitalen Vermögensverwalters sparen? Reicht es nicht, den Wirtschaftsteil einer Zeitung aufzuschlagen und zwei, drei dort empfohlene ETFs zu kaufen? Albert Einstein wird das Zitat zugeschrieben „Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher.“ Unserer Meinung nach ist genau dieser Vorschlag zu einfach.

Zunächst einmal ist es zentral für eine erfolgreiche Geldanlage, nur so viel Risiko einzugehen, wie man tragen kann. Ein riskantes Portfolio mit einer hohen Aktienquote ist nicht für jeden geeignet. Solch ein Portfolio lässt zwar gute Renditen erwarten, ist aber riskant: Im Extremfall droht der Verlust eines signifikanten Anteils des Investitionskapitals. Umgekehrt mag ein Portfolio mit einer geringen Aktienquote für viele Anlageziele zu geringe Renditen erwirtschaften. Bei quirion investieren Anleger mithilfe des automatisierten Beratungsprozesses in individuelle Portfolien, die exakt auf die jeweilige Risikotoleranz unserer Kunden zugeschnitten sind.

Wichtig ist auch zu wissen, dass das Risikoniveau eines Portfolios ohne Anpassungen über längere Zeiträume hinweg aus dem Ruder läuft. Hätte man beispielsweise im März 2009 mit einer Aktienquote von 30 Prozent investiert, würde das Portfolio aktuell ohne Anpassungen, aufgrund der sehr guten Wertentwicklung bei Aktien, zu 50 Prozent aus Aktien bestehen. Das Verlustpotenzial in einem Extremszenario wäre von 13 Prozent auf aktuell 25 Prozent gestiegen. Den wenigsten Anlegern sollte solch eine Verschiebung gleichgültig sein. Wir bei quirion nehmen deswegen ein jährliches Rebalancing vor und passen bei extremen Kursentwicklungen die Portfoliogewichte außerplanmäßig an. Dies ist notwendig, um das gewünschte Risikoniveau dauerhaft konstant zu halten. Ein schöner Nebeneffekt des Rebalancings ist, dass es nachgewiesenermaßen die Rendite steigert: Rebalancing handelt antizyklisch, weil es nach Kursanstiegen verkauft und nach Kurseinbrüchen kauft. Das klingt simpel und ist es auch, nur leider nehmen die wenigsten Privatanleger systematisch ein regelmäßiges Rebalancing  vor.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Kosten, die für die notwendigen Wertpapiertransaktionen bei einer Do-it-yourself-Lösung anfallen. Konkret sind diese stark von den Konditionen der jeweiligen Bank abhängig. Fürwahr sind sie aber höher als bei quirion, da wir die Transaktionen vieler Kunden sammeln können. quirion wickelt sogar Käufe und Verkäufe, so weit wie möglich, intern zwischen unseren Kunden ab, sodass nicht ein einziger Cent an Transaktionskosten entsteht. Müssen wir Aufträge an die Börse geben, übernimmt quirion diese Kosten für unsere Kunden.

Die konkrete Auswahl eines ETFs ist schwieriger, als man naiv meinen mag. Über 1.000 ETFs werden an der Xetra-Börse in Frankfurt gehandelt, die sich in ihren Kosten, im zugrundeliegenden Index, in steuerlichen Aspekten und in operativen Details voneinander unterscheiden. Beispielsweise ist der teuerste ETF auf den populären Index MSCI World dreimal so teuer wie der billigste. Die Unterschiede zwischen den Produkten sind so groß, dass die Renditedifferenz zwischen dem besten und dem schlechtesten ETF (auf den MSCI World) im letzten Jahr immerhin 1,3 Prozent betrug. Durch die Fondsauswahl von quirion kann also ein deutlicher Mehrwert erwirtschaftet werden.

Wissenswert ist auch, dass iShares, der Marktführer bei ETFs, zwar einen Fonds auf den MSCI World mit Kosten von 0,2 Prozent p. a. anbietet, zusätzlich aber auch ein quasi identisches Produkt mit Kosten von 0,5 Prozent. Es dürften gerade die Do-it-yourself-Anleger sein, die aus Unwissen in das mehr als doppelt so teure Produkt investieren: alleine mit diesem Trick verdient iShares jedes Jahr 14 Millionen Euro. Wollen Anleger in diesem vermeintlich so „kundenfreundlichen“ Umfeld wirklich ohne professionelle Unterstützung einkaufen gehen?

Wir wollen in diesem Zusammenhang erwähnen, dass quirion – anders als so einige unserer Konkurrenten aus dem Feld der digitalen Vermögensverwalter – vollkommen unabhängig von Fondsanbietern ist und sich bei der Produktauswahl somit alleine an den Interessen unserer Kunden orientieren kann.

Reichen zwei, drei Indexfonds wirklich aus? Ja, mit drei ETFs kann ein diversifiziertes Portfolio zusammengestellt werden. Aber keines, das sehr gut diversifiziert ist. Mit quirion investieren Sie in bis zu 15 Fonds und damit allein im Aktienbereich in über 10.000 verschiedene Unternehmen. Im MSCI World hingegen sind nur ca. 1.500 Aktien vertreten. Entsprechend vorteilhaft wirkt sich unser Ansatz auf die Diversifikation und damit auf das Risiko in unseren Portfolien aus. Will hingegen ein Privatanleger eine zweistellige Anzahl an Fonds kaufen, steigt die Komplexität im Portfolio und die oben erwähnten Transaktionskosten steigen, bei typischen Anlagevolumina, auf ein nicht mehr vertretbares Maß an.

Kommen wir nun zum nächsten Argument: Mit zwei oder drei Fonds können typischerweise auch nur zwei oder drei Indizes abgedeckt werden: Es können also auch nur wenige Prämien „geerntet“ werden, nämlich der Zins bei Anleihen und die Risikoprämie des Aktienmarktes. Darüber hinaus gibt es aber weitere Prämien, in die es sich zu investieren lohnt: Auf der Aktienseite ist dies die Substanzwerteprämie und die Nebenwerteprämie. Die Entdeckung dieser Prämien wurde mit der Vergabe eines Nobelpreises geehrt, ihre Überrenditen sind robust nachgewiesen. Auf der Anleihenseite existieren als weitere Prämien die Risikoprämie von Hochzinsanleihen und die Laufzeitprämie von Anleihen mit langer Restlaufzeit. Wenn bereits die Auswahl von „Standard-ETFs“ ein schwieriges Geschäft ist, so ist dieses auf dem Feld außerhalb der gängigen Marktprämien noch einmal ungleich komplexer.

Auf möglichst viele systematische Renditequellen zu setzen ist aber erforderlich: Es steigert nicht nur die Rendite, sondern ist auch aus Risikogesichtspunkten notwendig. Sollte beispielsweise die Weltwirtschaft in eine Krise geraten, werden Unternehmensanleihen vermutlich stärker betroffen sein als Staatsanleihen. Staatsanleihen bilden dann einen Stabilitätsanker, der in dem simplen 3-ETF-Portfolio fehlt. Bleibt hingegen die Krise aus, ist es vorteilhaft, auch auf kleine Unternehmen gesetzt zu haben, da diese vor allem in einem guten konjunkturellen Umfeld prosperieren. Auch dieser Nebenwerte-Faktor fehlt – wie bereits erwähnt – in einem zu simplen Portfolio. Je mehr voneinander unabhängige Risikoprämien im Portfolio vertreten sind, desto weniger ist Ihr Vermögen von einem tatsächlichen Eintreffen einzelner Risiken betroffen.

Schlussendlich stellt sich die wichtige Frage, wie die gewählten Fonds gewichtet werden sollen. Diese Frage ist zentral für die Rendite- und Risikoeigenschaften des Portfolios. Hier ist handwerkliches Expertenwissen gefragt – und nicht ein schneller Mausklick am Feierabend.

Kurz und gut: Eine digitale Vermögensverwaltung lohnt sich. Bis Ende des Jahres können Neukunden bei uns die ersten 10.000 Euro sogar kostenlos verwalten lassen. Und auch die Gebühr, die darüber hinaus zu zahlen ist, ist gut investiertes Geld: Für Anleger, die sich nicht um ihr Depot kümmern wollen, sowieso. Und für Anleger, die es sich nicht zu „einfach“ machen wollen, auch.

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