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Gurus entzaubern sich selbst

05.07.2017 - Ein berühmter Name, TV-Präsenz und lautstarke Kritik am vorherrschenden Finanzsystem sind kein Garant für eine gute Werteentwicklung. Das erleben Anleger, die in Fonds von bekannten Geldprofis investieren.
Guru mit Laptop

Die meisten kennen ihn nur als "Mr. Dax". Dirk Müller hat sich als Börsenmakler, Buchautor und Finanzexperte einen Namen gemacht. Seit April 2015 können seine Anhänger zudem in seinen selbst aufgelegten Fonds investieren. Was in den Köpfen der Anleger vor sich geht, kann man sich denken: Bekanntheit + Expertise = Rendite. Aber so einfach geht die Gleichung nicht auf. Nach einer Prüfung von Stiftung Warentest machten die Anleger bislang Verlust. Der Fonds, der „Premium Aktien“ und besonders kompetentes Geld-Management verspricht, hat seit seiner Auflage mehr als acht Prozent an Wert verloren. Der Weltaktienindex MSCI World hingegen legte in dem Zeitraum um fast 15 Prozent zu.

Diese Beobachtung ist kein Einzelfall. Auch der im Juli 2013 aufgelegte Mischfonds von Max Otte erfüllt nicht die Erwartungen. Der Ökonom und Leiter des Instituts für Vermögensentwicklung (IFVW) schreibt sich auf die Fahne, nur in sogenannte Qualitätsaktien oder andere Wertpapiere zu investieren. Sein „Vermögensbildungsfonds AMI“ bleibt aber weit hinter seinem Vergleichsmaßstab – einer Mischung aus 75 Prozent MSCI World und 25 Prozent Euroanleihen – zurück. Auf Sicht von drei Jahren hat die Indexmischung jährlich rund 12 Prozentpunkte mehr gebracht.

Ganz ähnlich ergeht es den Anhängern der Crash-Propheten Matthias Weik und Marc Friedrich, die mit ihren Vorträgen ganze Säle füllen. Seit Januar bieten die beiden Fondsmanager ihr Investmentprodukt mit dem Namen „Friedrich und Weik Wertefonds“ an. Doch auch hier zeigt sich, dass markige Sprüche allein ein Finanzprodukt nicht zum Selbstläufer machen. In Zeiten, wo der Dax von einem Rekord zum nächsten eilt, dümpelt die Anlage vor sich hin und liegt derzeit bei rund minus vier Prozent in der Anteilsklasse R (Privatanleger ohne Mindestanlage).  

Jeder Fehlgriff zieht die Rendite nach unten

„Ein guter Talkshowgast und ein guter Fondsmanager sind zwei Paar Schuhe. Anleger sollten das nicht verwechseln“, sagt Stefan Mayerhofer, Vorstand der Vermögensverwaltung Bayerische Vermögen der Welt. Finanztest benennt zudem ganz fundamentale Anlagefehler, die die vermeintlichen Experten begehen. Die Konzentration auf Einzeltitel und somit die mangelnde Diversifikation erhöhen das Risiko, Geld zu verlieren. Das Prinzip der handverlesenen Aktien, nach dem die Fonds der Experten funktionieren sollen, greift nicht ansatzweise so erfolgreich, wie es angepriesen wird. Während ein Index wie der MSCI World etwa 1600 Aktien abbildet, reichen den Fonds etwa 40 Titel oder noch weniger. Jeder Fehl¬griff macht sich damit deutlich stärker bemerk¬bar und zieht die Rendite nach unten.

Aus diesen Gründen legt quirion Wert auf Diversifikation. Wir folgen dem Gesamtmarkt und nicht vermeintlichen Experten. Denn niemand kann die Entwicklung von einzelnen Wertpapieren dauerhaft richtig vorhersagen – das haben zahlreiche Studien belegt. Deshalb investieren wir nicht in aktiv gemanagte Fonds, sondern in Indexfonds, ETF und Assetklassenfonds. Sie bilden Indizes ab und sind kostengünstig; denn ihre Zusammensetzung ist vorgegeben und muss nur nachgebildet werden. Die Kosten für hoch bezahlte Analysten und Fondsmanager können Anleger sich also sparen.

 

 

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