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03.09.2019 Mythos DAX-Umschichtung: ETFs verkaufen Aktien nicht sofort

• Am 04. September gibt Deutsche Börse DAX-Auf- und Absteiger bekannt
• ETFs auf den DAX müsse nicht punktgenau zum Umschichtungstermin gehandelt werden
• Broker wirken wie ein Puffer und verhindern direkte Kurseinflüsse

Berlin, 3. September 2019 – Einmal im Jahr wird turnusgemäß überprüft, ob die Aktien im DAX noch den Index-Kriterien entsprechen. Am 4. September ist es wieder so weit. Und mit diesem Termin ist auch ein Börsen-Mythos verbunden, der börsennotierten Indexfonds unterstellt, Kursbewegungen zu beeinflussen. 

Am Mittwoch gibt die Deutsche Börse nach dem US-Börsenschluss bekannt, welche Aktien aus dem DAX rausfliegen und welche neu einsteigen. Am 23. September wird die neue DAX-Zusammensetzung umgesetzt. Viele Anleger beobachten diese Termine genau, weil sie davon ausgehen, dass die Kurse der Aufsteiger anziehen und die der Absteiger nachgeben. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass Exchange Traded Funds (ETFs) jede Indexveränderung mit der offiziellen Bekanntgabe der Neuzusammensetzung oder zum Umschichtungstermin punktgenau nachvollziehen müssen. Genauso falsch ist die Vermutung, dass ETFs einen Einfluss auf die Kursbewegungen von Einzelaktien oder auf den Gesamtmarkt hätten.

Market Maker wirken wie ein Puffer

„Die vermeintliche Annahme, die dahintersteht, ist, dass ETFs auf den DAX zum Umschichtungstermin sofort kaufen und verkaufen müssen“, sagt Philipp Dobbert, Chefvolkswirt der Quirin Privatbank AG und der quirion AG. Die Logik dahinter ist nachvollziehbar, aber dennoch nicht richtig. „Viele Market Maker wirken wie ein Puffer, weil so viele Transaktionen wie möglich innerhalb des Fonds stattfinden, ohne unmittelbar an den Markt zu gehen. Diese Broker sorgen dafür, dass die Umschichtungen im DAX oder in anderen Indizes kursschonend vonstattengehen“, erläutert Dobbert. Viele Broker haben die Aktien der Aufsteiger bereits in den Büchern und verkaufen die Aussteigeraktien nicht sofort, sondern behalten sie erst einmal.

Wer in den DAX rein darf, steht vor Bekanntgabe fest

Zwar ist es so, dass DAX-Aufsteiger oft Kursgewinne einfahren und die Aussteiger nachgeben. „Allerdings ist das der Grund, warum sie aufgenommen beziehungsweise entfernt wurden“, so Dobbert. Denn wer in den DAX reindarf oder raus muss, entscheidet die Größe. Sowohl der Termin für die Bekanntgabe der Neuzusammensetzung, der Umschichtungstermin, als auch die Kriterien für eine DAX-Aufnahme oder einen Rauswurf sind bekannt. Deswegen ist in den meisten Fällen klar, wer kommt und geht.

Der deutsche Leitindex enthält die 30 größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung und Streubesitz. Das sind Kennzahlen, die leicht zugänglich sind. Entsprechend gut vorbereitet sind die Marktteilnehmer. In den meisten Fällen ist ein Verlassen des DAX oder ein Aufstieg in diesen Index schon vor der Bekanntgabe und dem Umschichtungstermin eingepreist. Dass zum Beispiel ThyssenKrupp ein DAX-Absteiger ist, ist bereits bekannt. „Es gibt natürlich auch Marktteilnehmer, die bei Indexumschichtungen von Kursunterschieden profitieren wollen. Das sind allerdings Hedgefonds und diese bewerkstelligen das in der Regel vor dem öffentlich bekannten Termin“, sagt Dobbert.

DAX-ETFs verwalten insgesamt lediglich 15,75 Milliarden Euro

Zudem sind nicht bei jedem ETF auf den DAX auch die gleichen Werte wie im Index enthalten. Es gibt zwei Methoden bei ETFs, um einen Index abzubilden. Anders als bei der vollen Replikation weichen bei der swapbasierten Variante ETF- und Indexinhalte ab. Insgesamt ist das von DAX-ETFs verwaltete Vermögen noch überschaubar. Aktuell gibt es 30 DAX-ETFs weltweit, wovon zwei Hebelprodukte sind. Von 17 ETFs sind die Assets under Management öffentlich über Datenbanken zugänglich und diese liegen insgesamt bei 15,6 Milliarden Euro.

Über quirion:

Die quirion AG bietet eine digitale Geldanlage und ist eine 100-prozentige Tochter der Quirin Privatbank AG. quirion ist einer der führenden Robo-Advisor in Deutschland und bietet Anlegern den Zugang zur professionellen Vermögensverwaltung der Quirin Privatbank. Anleger können über www.quirion.de mit kostengünstigen, effizienten Anlageprodukten von den Ertrags-Chancen der internationalen Kapitalmärkte profitieren. Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der quirion AG und der Quirin Privatbank AG, gründete quirion 2013 zunächst als Marke der Quirin Privatbank. quirion bietet seit bereits sechs Jahren Vermögensverwaltung für Anleger, die bis zum 30. Juni 2018 durch die Quirin Privatbank AG erfolgte und seit dem 1. Juli 2018 durch die quirion AG. Schmidt gilt in der Branche als Vorreiter und Querdenker: Vor quirion revolutionierte er bereits zwei Mal den Bankenmarkt – mit der Gründung des ersten Onlinebrokers Consors und der Gründung der ersten Honorarberaterbank Deutschlands, der Quirin Privatbank AG.

Ansprechpartnerin für die Medien:

Michaela Sprenger
Senior Public Relations Manager
quirion AG
Kurfürstendamm 119
10711 Berlin
Telefon: +49 (0)30 890 21-486
E-Mail: michaela.sprenger@quirion.de 

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