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Anlegertaktik: Schwarzen Schwänen ohne Hektik begegnen

Anlegertaktik: Schwarzen Schwänen ohne Hektik begegnen

Was den Ornithologen zu begeistern vermag, lehrt den Finanzexperten das Gruseln: die sogenannten Schwarzen Schwäne. Im Börsen-Sprech werden die seltenen Vögel als Metapher für überraschende und unglückselige Welt-Geschehnisse verwendet, die für die Märkte rund um den Globus einschneidende Folgen haben.

Der Insider-Ausdruck geht zurück auf den Weltbestseller des New Yorker Finanzmathematikers Nassim Nicholas Taleb, der 2007 „Der schwarze Schwan. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“ veröffentlichte (Neuausgabe 2015 im Knaus Verlag). Taleb charakterisiert einen Schwarzen Schwan durch drei Eigenschaften: Das Ereignis ist erstens ein Ausreißer, es liegt also außerhalb der üblichen Erwartungen, nichts deutete bislang darauf hin. Zweitens: Seine Auswirkungen sind enorm. Und drittens animiert es uns, im Nachhinein Erklärungen zu entwerfen, um es verständlich und vorhersagbar zu machen. Talebs Buch ist längst ein Klassiker der ökonomischen Literatur und ein Wegweiser durch die ungewisse Welt, in der wir leben.

Schwarze Schwäne haben viele Gesichter

Ein Schwarzer Schwan kann in Form einer politischen Krise, einer Staatspleite oder eines Terrorakts auftauchen. Prominente Beispiele sind die Anschläge in New York am 11. September 2001 und die Weltfinanzkrise 2008. Manche Fachleute sagen uns in naher Zukunft vermehrt Besuche des dunklen Federviehs voraus. Die Forschungsabteilung der Investmentbank Barclays etwa prophezeit in einem Bericht für das Jahr 2017 eine „hohe Wahrscheinlichkeit“ für derartige Turbulenzen:

Disziplin und Rebalancing

Dieser Übersicht muss man aber entgegenhalten: Je größer die Eintrittswahrscheinlichkeit eines der oben genannten Ereignisse, desto weniger ist die Bezeichnung Schwarzen Schwan gerechtfertigt. Dieser kommt ja quasi aus dem Nichts.

Wie aber können und sollen Sie als Anleger mit unkalkulierbaren Risiken umgehen? Ein legendärer Finanzexperte wie André Kostolany (1906 bis 1999) kannte die Turbulenzen des Geldmarktes. Er vertraute den Kräften der Märkte und legte sein Geld breit gestreut an, weil er wusste: Wer den Großteil seines Vermögens auf einzelne Werte konzentriert, läuft Gefahr, bei einem unvorhergesehenen Ereignis viel zu verlieren. Sein einziger, augenzwinkernder Rat lautete: „Kaufen Sie Aktien und legen Sie sich dann mindestens zehn Jahre lang schlafen.“

Was Kostolany damit sagen will: Bleiben Sie diszipliniert! Wählen Sie einen Vermögensverwalter, der wie quirion systematisch in die beiden mit Abstand wichtigsten Anlageklassen – Aktien und Anleihen – investiert und Ihr Portfolio regelmäßig durch Rebalancing neu strukturiert. Mit diesem Vorgehen stellen wir sicher, dass das Rendite-Risiko-Profil Ihrer Anlagestrategie nicht nachhaltig von Ihrer Renditeerwartung und Risikobereitschaft abweicht und es so nicht zu übermäßig hohen Risiken oder zu einer strukturell bedingten Nichterfüllung Ihrer Renditeziele kommt. So lassen sich über einen langen Zeitraum planbare Renditen erwirtschaften und Sie verfallen nicht in Hektik und blinden Aktionismus. Zu glauben, man könnte die Entwicklung der Märkte oder gar den nächsten Schwarzen Schwan vorhersagen, ist ein Fehler.

Fazit: Wer nicht spekuliert, braucht sich vor Schwarzen Schwänen nicht zu sorgen, sondern kann sie mit Interesse beobachten.

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