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Finanzen, spielend leicht gelernt

Finanzen, spielend leicht gelernt

Mit der Finanzbildungs-App „Budget+plus“ unterstützt die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz junge Menschen dabei, im Umgang mit Geld den Überblick zu behalten. Die Arbeit der Stiftung fördern wir – aus voller Überzeugung.

Eine unwirtschaftliche Haushaltsführung: Wenn Menschen unter 25 Jahren in eine Überschuldung geraten, ist das meist der Hauptauslöser. Das belegen Zahlen des Statistischen Bundesamts, die 2019 veröffentlicht wurden. „Aus der Schuldnerberatung der Verbraucherzentralen hören wir immer wieder, dass bereits sehr junge Menschen teilweise hoch verschuldet sind und ihnen wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit Geld fehlen“, stellt Julia Marg fest, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz. Ob hohe Rechnungen für die Smartphone-Nutzung oder Onlineshopping auf Pump: „Besonders der Übergang in das Erwachsenenleben ist eine Zeit, in der vielfach große Wünsche einem bescheidenen Einkommen gegenüberstehen.“

Finanzbildung fördern

Die Finanzkompetenz stärken: Das wird von vielen Seiten und seit langer Zeit gefordert. „Doch an den Schulen fehlen Lehrenden weiterhin oft Materialien und Ideen, um solche Themen aus der Verbraucherbildung lebensnah anzusprechen“, beschreibt Marg die Ausgangslage. Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz arbeitet daran mit, das zu ändern. 2010 vom Verbraucherzentrale Bundesverband und seinen Mitgliedsorganisationen gegründet, steht die finanzielle Förderung von Projekten der Verbraucherbildung im Fokus.

Darum ging es auch bei „Meine Finanzen, mein Leben im Griff“, ein Förderprojekt, umgesetzt von den Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Saarland. Ziel des Projekts: der Prototyp eines digitalen Haushaltsbuchs, das den Ansprüchen von Jugendlichen gerecht wird. Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hat daraus eine App entwickeln lassen, die seit 10. Januar für iOS und Android kostenlos zum Download bereitsteht. Bis Anfang Mai gab es über 10.000 Downloads.

Lebensnahes Lern-Tool

Einnahmen und Ausgaben eintragen, sich an regelmäßige Zahlungen erinnern lassen, Ausgabelimits und Sparziele setzen: „Budget+plus“ hilft jungen Menschen, den Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten. Sorgen um den Datenschutz muss sich bei der Nutzung niemand machen. Alle Daten werden nur auf dem Endgerät gespeichert. Die App soll vor allem ein Lern-Tool sein, mit dem sich der Umgang mit Geld konkret einüben lässt. „Wir wenden uns damit an die Familien, vor allem aber an Multiplikatoren wie Pädagogen. Wir geben darüber hinaus Begleitmaterialien für den Unterricht und für Zuhause an die Hand geben“, sagt Marg.

Dass die App bei der Zielgruppe gut ankommt, hat die Verbraucherschützerin selbst erlebt, als sie diese jüngst in einer Grundschulklasse vorstellte. Positives Feedback wie dieses ermutigt sie und ihr Team von insgesamt drei Kolleginnen, das Projekt weiter voranzutreiben. So soll insbesondere die integrierte Wissensdatenbank noch wachsen, in der Begriffe rund um die Finanzen erklärt werden. Ob Fallstricke verschiedener Finanzierungsformen oder neue Zahlungswege wie PayPal, Klarna und Co: Mit dem eigenen Budget klar zu kommen, bedeutet heute etwas anderes als noch vor einigen Jahren.

Starthilfe und Unterstützung

Das Projekt „Budget+plus“ ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Arbeit der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz. Gerade ist auch wieder eine Runde der „Verbraucherschulen“ angelaufen. Im Rahmen dieser Initiative zeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband Schulen aus, die mit kreativen Projekten Verbraucherbildung in den Unterricht bringen. Dabei geht es um Themen wie Finanzen, Medienkompetenz oder Ernährung. Teilnehmende Schulen erhalten dafür wieder Starthilfe und Unterstützung bei Lerninhalten. Für das kommende Jahr ist außerdem ein großes Projekt zum Thema „Bewusster und nachhaltiger Konsum“ geplant. Für solche Vorhaben sammelt die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz Spenden.

Darüber hinaus wird auch weiter an „Budget+plus“ gefeilt. Zur inhaltlichen Entwicklung hat die Verbraucherstiftung eigens einen Expertenkreis eingerichtet, dem auch quirion angehört. „Wir unterstützen die Arbeit der Verbraucherstiftung aus voller Überzeugung – finanziell und mit unserer Expertise“, betont Martin Daut, CEO von quirion. Finanzkompetenz zu fördern, sei schließlich eine sehr wichtige gesellschaftliche Aufgabe. „Nur wer seine Finanzen im Griff hat, schafft sich Freiräume, etwas zur Seite zu legen. Und langfristig Vermögen aufzubauen.“

Weitere Infos zu „Budget+plus“ gibt es hier.

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