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Geldanlage 2017: Gut diversifiziert ins neue Jahr

Geldanlage 2017: Gut diversifiziert ins neue Jahr

Kommen Sie mit auf eine kleine Zeitreise? Bereits vor über 60 Jahren wurde der Grundstein für den effizienten Aufbau eines Wertpapierdepots gelegt. Ein im Jahre 1952 von US-Ökonom Harry Markowitz veröffentlichter Aufsatz markiert den Ausgangspunkt für über sechs Jahrzehnte andauernde Verfeinerungen und Optimierungen seiner Überlegungen im Rahmen der Kapitalmarktforschung.

Vereinfacht gesagt gelang es Markowitz, diejenigen Mischungsverhältnisse von Aktien und risikoarmen Anlagen (bonitätsstarke Anleihen oder Geldmarktanlagen) zu berechnen, die unter der Bedingung einer bestimmten Renditeerwartung eine möglichst geringe Schwankung des Depotwertes (=Risiko) erwarten lassen. Er konnte folglich Depots zusammenstellen, bei denen der Vorteil der Streuung quasi optimal ausgenutzt wird.

Systematische vs. unsystematische Risiken

Der weniger bekannte, aber nicht minderbedeutende Wirtschaftswissenschaftler William Sharpe lieferte in den 1960er Jahren einen wichtigen Beitrag zu den Markowitz-Thesen. Sharpe rückte dem Risiko zu Leibe und sezierte es in zwei Teile: Der eine Teil, das sogenannte systematische Risiko, bezieht sich auf die Kursschwankungen, die man als Anleger grundsätzlich in Kauf nehmen muss, wenn man sich breit gestreut an der Börse engagiert, zum Beispiel in Form von ETFs. Demgegenüber steht das unsystematische Risiko. Es ist das Risiko, das einzelne Aktien aufgrund ihres ureigenen Charakters in sich tragen, das aber nur wenig mit der allgemeinen globalen Aktienmarktentwicklung zu tun hat.  Eine zusätzliche Entlohnung – eine Risikoprämie, wie es im Fachjargon heißt – kann der Investor nur beim Eingehen von systematischen Risiken erwarten. Man spricht hier von der Prämie für das Eingehen des allgemeinen Marktrisikos, also über ein Investment in den breiten (Standardaktien-)Markt.

Die Gewichtung der Wertpapiere sollte sich gemäß Sharpe an ihrer jeweiligen Marktkapitalisierung orientieren. Den unterschiedlichen Risikoneigungen von Anlegern wird Rechnung getragen, indem man den Anlagesegmenten risikoarme Anlagen einerseits und risikobehaftete Anlagen andererseits unterschiedlich hohe Gewichte verleiht. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Die individuelle Risikoneigung ist derjenige Faktor, der den Portfolioaufbau maßgeblich bestimmen sollte, und nicht – wie viele Anleger immer noch irrtümlich glauben – die aktuelle Einschätzung der Märkte.

Diversifikationspotenziale zwischen den Anlageklassen nutzen

Neben der bereits erwähnten (Standardaktien-)Marktprämie existieren am Aktienmarkt zwei weitere Prämienquellen: Neben- und Substanzwerte. Sie bieten dem Anleger bei konsequent langfristiger Investition die Möglichkeit, systematisch über die allgemeine Marktrendite hinausgehende Renditen einzustreichen. Grundsätzlich gilt daher: Ein effizientes Wertpapierdepot erntet immer alle verfügbaren Prämien und nutzt dabei zugleich auch die zwischen den Anlageklassen bestehenden Diversifikationspotenziale. Unterm Strich deckt ein nach wissenschaftlichen Kriterien erstelltes Portfolio die folgenden Marktsegmente ab:

  • Risikoarme Anleihen
  • Ausfallrisikoarme Anleihen mit langer Restlaufzeit
  • Ausfallrisikobehaftete Anleihen
  • Standardaktien
  • Nebenwerte (Small Caps)
  • Substanzwerte (Value Stocks)

95%

der langfristigen Wertentwicklung eines Wertpapierdepots basieren auf Entscheidungen über die Vermögensstruktur

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Weltweit diversifiziert und risikobewusst

Was ist die Moral dieser Zeitreise? Sowohl die Arbeiten der Pioniere der Finanzmarktforschung als auch jüngste Studien machen deutlich: Sage und schreibe rund 95 Prozent der langfristigen Wertentwicklung eines Wertpapierdepots basieren auf Entscheidungen über die Vermögensstruktur. Als Fazit für die Vermögensanlage sollten Sie sich von der nur allzu menschlichen Hoffnung verabschieden, eine alles überragende Anlagestrategie beziehungsweise einen alles überragenden Portfoliomanager zu finden, dessen vermeintlich außergewöhnliche Fähigkeiten Ihnen den Weg zu ewigem Reichtum ebnen.

Stattdessen sollten Sie sich die Ergebnisse aus über 60 Jahren wissenschaftlicher Finanzmarktforschung zunutze machen. quirion setzt die geprüften Anlagegrundsätze konsequent um und zieht eine deutliche Trennlinie zwischen Spekulation und Investition. Die digitale Vermögensverwaltung investiert weltweit diversifiziert und berücksichtigt durch eine stufenweise Beimischung von Anleihen die persönliche Risikobereitschaft.

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