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Hausmannskost liegt schwer im Depot

Hausmannskost liegt schwer im Depot

„Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“, lautet ein weitverbreitetes Sprichwort. Es beschreibt die Neigung, Dinge außer Acht zu lassen, die einem fremd sind oder auf die man keinen Einfluss hat. Das ist zunächst keine schlechte Eigenschaft. Sie schützt uns und bewahrt uns vor möglichen Fehlern. Denn solange wir uns nur auf das einlassen, was wir kennen, behalten wir die Kontrolle. Jedenfalls wollen wir das glauben.

Wie stark dieser Glaube in vielen von uns verwurzelt ist, zeigt ein Beispiel aus der Geldanlage. Hier ist das Phänomen zu beobachten, dass Anleger die Tendenz haben, Investitionen auf dem Heimatmarkt überproportional zu gewichten. Dies ist umso erstaunlicher, als der als Home Bias – oder deutsch Heimatmarktneigung – bezeichnete Effekt den Erkenntnissen der Finanzmarktforschung widerspricht. Die Portfoliotheorie fordert beispielsweise eine Diversifikation der Assetklassen, weil diese Strategie zu einer Reduzierung des Risikos führt. Aus diesem Grund ist eine Verteilung der Geldanlage auf eine Vielzahl von Märkten sinnvoll.

Die Heimatverliebtheit ist ein weltweites Phänomen und trifft auch professionelle Investoren. So hat das Investment Company Institute ermittelt, dass die Manager US-amerikanischer Aktienfonds beinahe dreimal mehr Geld in heimische Aktien angelegt haben als in Titel aus dem Rest der Welt. Geradezu bizarr wird es, wenn man sich eine Studie von Tobias Moskowitz und Joshua Coval anschaut. Die Wirtschaftswissenschaftler haben entdeckt, dass US-amerikanische Fondsmanager jedes zehnte Unternehmen nur deshalb im Portfolio haben, weil es aus der Heimatstadt des jeweiligen Managers stammt. Man muss kein Profi sein, um sich auszumalen, wie sich eine regionale Krise auf ein derart gewichtetes Portfolio auswirkt.

Bei der Geldanlage gilt wie bei der Ernährung: Es muss ausgewogen sein.

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Der Blick über den Tellerrand

Natürlich gibt es für so ein Verhalten immer gute Gründe. Laut einer Studie der Credit Suisse schieben viele Anleger ein Informationsdefizit vor, weil man ausländische Unternehmen halt nicht so gut kennen könne wie die einheimischen. Hinzu kommen mögliche Unterschiede bei Regulierungen und in der Rechnungslegung sowie Sprachbarrieren, Transaktionskosten und steuerliche Hürden. In Australien erhalten heimische Investoren beispielsweise laut der Studie Steuerermäßigungen auf Dividendenzahlungen von australischen Unternehmen, aber nicht von ausländischen.

Letztlich ist es bei der Geldanlage wie bei der Ernährung: Sie sollte ausgewogen sein. „Eine übertriebene Heimatneigung führt zu einem starken Mangel an Streuung in einem Portfolio – und damit zu unnötigem emotionalen Stress und womöglich höheren Verlusten“, sagt Analyst Joachim Klement, Autor der Credit-Suisse-Studie. Allerdings ist es für private Anleger nahezu unmöglich, eine an den globalen Aktienmärkten ausgerichtete Diversifikation im Portfolio abzubilden. Wie breit muss ich streuen? Welche Märkte sind eine sinnvolle Ergänzung?

Antworten auf diese Fragen geben auf eine wissenschaftlich fundierte Geldanlage spezialisierte Investmentteams. Der digitale Anlageberater quirion etwa folgt den Grundsätzen der Portfoliotheorie und investiert global in Indexfonds, ETF und Assetklassenfonds. Die Kunden sind dadurch indirekt an mehr als 10.000 Unternehmen weltweit beteiligt und blicken systematisch über den eigenen Tellerrand.

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