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So bringt man die ganze Welt ins Depot

So bringt man die ganze Welt ins Depot

Den MSCI World Index in das eigene Portfolio legen – und schon hat man „den“ weltweiten Aktienmarkt in der Tasche? Ganz so simpel ist es leider nicht. Warum quirion es den Anlegern leicht macht, aber dafür ganz schön viel tüfteln muss. Ein Beitrag von Prof. Dr. Stefan May

Einmal festlegen, wie hoch die Gewichtung von Aktien und Anleihen sein soll, in 10%-Schritten bis zu 100 % Aktienanteil. Wesentlich mehr müssen Anleger bei quirion eigentlich nicht entscheiden. Ist doch einfach, oder? Prognosefrei die Marktrenditen vereinnahmen, die Risiken dabei so breit wie möglich streuen – das ist unser Ziel. Umgesetzt wird das mit Hilfe eines aus hochwertigen ETFs zusammengesetzten Weltportfolios, weil unsere Strategie mit kostengünstigen Indexprodukten am effizientesten umzusetzen ist. Jetzt fragt sich der ein oder andere aber vielleicht: Warum nicht gleich selbst in ETFs anlegen? Wo liegt der Mehrwert, wenn ich über quirion investiere?

So diversifiziert wie möglich

Die Kapitalmarktforschung bestätigt immer wieder: Hinsichtlich des Verhältnisses von zu erwartender Rendite und zu erwartendem Risiko ist ein nach Marktkapitalisierung gewichtetes Portfolio aller Aktien des Weltmarktes jeder anderen Anlage überlegen. Problem: Den Weltaktienmarkt, der aus rund 48.000 Unternehmen besteht, kann man mit keinem einzelnen Produkt kaufen. Um sich diesem Weltportfolio ideal zu nähern, kann man also nicht den direkten Weg gehen. Die Kernfrage für das weitere Vorgehen lautet daher:

„Wie lässt sich das globale Aktienmarktportfolio am besten repräsentieren?“

Es genügt jedenfalls nicht, einfach auf einen oder wenige Standardindizes zu setzen. Statistische Auswertungen zeigen uns, dass einzelne Indizes immer ungewollte und unkontrolliert wechselnde Schwerpunkte bilden, der MSCI World derzeit beispielsweise im Technologiesektor. Er enthält zudem keine kleineren Nebenwerte (small caps), blendet deren Entwicklung also aus. Bei der Konzentration auf einzelne Indizes und den entsprechenden ETFs bleiben deshalb wichtige Risikoaspekte und Renditequellen außen vor. Letztlich besitzt jede Aktie eine Reihe charakteristischer Merkmale, die sowohl ihre Wertentwicklungsperspektiven als auch ihre Risiken entscheidend beeinflussen. Zu diesen sogenannten „Faktoren“ zählen z. B. das Bewertungsniveau („Value-Gehalt“ einer Aktie), die Volatilität oder auch die Unternehmensgröße gemessen an der Marktkapitalisierung.

Faktorindizes ebnen den Weg

Im Rahmen der jüngsten Weiterentwicklung unserer Anlagestrategie haben wir insgesamt 16 Faktorindizes der MSCI-Familie in einem mehrstufigen Verfahren analysiert. Dabei wurde berücksichtigt, dass sich diese Indizes teilweise gegenseitig stark überlappen. So kann sich z. B. ein großer US-Wert sowohl in einem Niedrig-Volatilitäts-Index als auch in einem Value-Index befinden, was in einer konkreten Indexkombination unter Umständen zu unkontrollierten Klumpenrisiken führt. Um dies zu vermeiden, haben wir unter anderem eine Hauptkomponentenanalyse durchgeführt – ein statistisches Verfahren zur Datenstrukturierung, mit dem solche Effekte ausgeschlossen werden können.

Auf diese Faktoren kommt es an

Unsere Analysen ergeben, dass sich für eine maximal breite Aktienmarktabdeckung – neben einem Standardwerteblock – insbesondere die folgenden vier Faktoren als relevant erweisen: „Value“, „Low Volatility“, „Small Caps“ und „Momentum“. In einem weiteren Analyseschritt werden diese zu einer konkreten Faktorindexkombination verdichtet, woraus sich eine strategische Portfoliogewichtung ableiten lässt. Diese konkretisieren wir mit ausgesuchten, kosteneffizienten ETFs in den Depots unserer Kunden. Wichtig ist uns: Viele Investoren sind ständig auf der Suche nach den Outperformer-Segmenten von morgen, was letztlich aber zum Scheitern verurteilt ist.

Wir bei quirion wollen nicht mehr oder minder zufällig „auf der richtigen Seite“ stehen, sondern jederzeit prognosebefreit den gesamten internationalen Aktienmarkt so repräsentativ wie möglich abdecken. Nur dadurch ist ein optimales Rendite-Risiko-Verhältnis gewährleistet. Dies erfordert allerdings – wie skizziert – im Hintergrund akribische Arbeit, was wir gerne als die Ingenieurskunst des Anlagemanagements bezeichnen. Der quirion-Kunde bemerkt davon nur wenig. Im Endergebnis erhält er eine kostengünstige und wissenschaftlich fundierte Kapitalmarktanlage, welche die Quintessenz rationalen Anlageverhaltens darstellt.

Über den Autor

Stefan May ist Professor für Finanzmarktanalyse und Portfoliomanagement an der Technischen Hochschule Ingolstadt und Leiter des Anlagemanagements der Quirin Privatbank und von quirion.

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