So funktioniert unser Weltportfolio

So funktioniert unser Weltportfolio

Mit der richtigen Streuung kann man in einem Portfolio das Verhältnis von Renditechancen und Risiken optimieren. Aber was heißt das genau und wie setzen wir das in unserem globalen ETF-Portfolio um? Ein tieferer Einblick in unsere Anlagestrategie.

Welche Aktien sind angesagt und welche sind ein Flop? Hat eine Branche gerade besonders gute Aussichten? Bei der Geldanlage am Aktienmarkt stehen für viele solche Fragen im Vordergrund. Doch die ehrliche Antwort auf die Fragen lautet: Das weiß kein Mensch! Auch Expertinnen und Experten kennen die Zukunft nicht. Man kann bloß mehr oder weniger gut raten. Eigentlich logisch, dass das ziemlich riskant ist.

Wir gehen die Sache deshalb ganz anders an. Wir wollen mit unserem globalen ETF-Portfolio nicht mehr oder minder zufällig „auf der richtigen Seite“ stehen. Deshalb halten wir uns von Spekulationen fern. Und streben stattdessen ein optimales Verhältnis von Renditechancen und Risiken an.

Verschiedene Risikoarten

Rendite und Risiko sind eng miteinander verknüpft. Rendite ist der Lohn für eingegangene Risiken. Manche beziehen sich auf einzelne Unternehmen, Branchen oder Regionen: Ein Unternehmen kann pleitegehen, eine Branche an Bedeutung verlieren, eine Region in eine lange anhaltende Krise geraten. „Solche Risiken nennt man in der Wissenschaft unsystematische Risiken“, erklärt Philipp Dobbert, Leiter unserer Vermögensverwaltung. „Wer in einzelne Aktien oder bestimmte Marktsegmente investiert, setzt sich sehr hohen Risiken aus. Die Aussichten auf entsprechende Belohnung sind jedoch gering.“ Der Grund: Man kann solchen Risiken durch Streuung weitgehend ausweichen.

Nicht alle Risiken kann man „wegdiversifizieren“. Was nach einer wissenschaftlich fundierten Streuung übrig bleibt, ist das systematische Risiko. ‍Das wird mit der Marktrendite belohnt. „Dabei ist der Trend an den Aktienmärkten langfristig und im Durchschnitt aufwärtsgerichtet“, zeigt Dobbert auf. „Aktien beteiligen an Unternehmen. Die Märkte sind also eng an die Wirtschaft gekoppelt. Diese wiederum ist prinzipiell auf Wachstum ausgelegt.“

Von der Idee zu relevanten „Faktoren“

Ziel der Anlagestrategie ist, die internationalen Aktienmärkte so repräsentativ wie möglich in das globale ETF-Portfolio zu bringen. Die Messlatte ist der „Weltaktienmarkt“. Den abzubilden, ist aber gar nicht so einfach. Nach Zahlen der „World Federation of Exchanges“ sind derzeit fast 50.000 Aktien an den Börsen notiert. Die Aktien alle einzeln zu handeln, wäre viel zu kompliziert und zu teuer. Um ein Weltportfolio effizient aufzubauen, muss man einen anderen Weg gehen.

Um den zu erklären, zunächst noch ein weiterer Grundgedanke: Jede einzelne Aktie hat eine Reihe typischer Merkmale, die sowohl die Renditechancen als auch die Risiken beeinflussen. „Dazu gehören etwa die Unternehmensgröße, die Bewertung oder das Ausmaß der Kursschwankungen“, erläutert Dobbert. Mithilfe dieser und weiterer Merkmale lasse sich die Vielfalt aller Aktien kategorisieren. „Im Fachjargon heißen die Kategorien „Faktoren“, wobei wir für unser globales Portfolio aktuell fünf berücksichtigen.“

Alles für die Diversifikation

Zu den bekanntesten Faktoren zählen „Size“ und „Value“. Gerade in jüngster Zeit wurde öfter debattiert, ob es wegen der hohen Bewertungen einiger großer Technologieaktien ratsam sei, sich stärker auf Substanzwerte zu konzentrieren. In der Tat hatte „Value“ in vielen Regionen der Welt 2025 einen Lauf – nach längerer Zeit mal wieder.

Doch auch für Faktoren gilt: „Wir spekulieren nicht auf Trends und meiden Prognosen. Wir berücksichtigen die Faktoren nur, um das Portfolio möglichst optimal zu diversifizieren“, unterstreicht Dobbert. „Für jeden Faktor haben wir ein Gewicht definiert, das auf dieses Ziel ausgerichtet ist.“ So profitiere das Portfolio sowohl von steigenden Value-Aktien als auch von steigenden Technologiewerten. Durch die Streuung sei das Risiko dabei insgesamt geringer. „Große Tech-Werte haben zum Beispiel in unserem Portfolio längst kein so hohes Übergewicht wie im beliebten MSCI World.“

Mit Faktoren zum ETF-Portfolio

Der effizienteste Weg, um Faktoren in Portfolios zu bringen, führt über ETFs. Das klingt einfach, ist es aber nicht. „Zwar gibt es spezielle Faktor-ETFs. Doch egal wie die heißen: Sie bilden immer mehrere Faktoren ab“, stellt Dobbert fest. Hintergrund ist, dass einzelne Aktien gleichzeitig Träger mehrerer Merkmale sind. Ein kleiner Nebenwert kann zum Beispiel auch Substanzwert sein, oder geringe Schwankungen aufweisen.

In der Zusammenstellung des Portfolios muss man also genau darauf achten, dass sich durch Überlappungen nicht doch vermeidbare Risiken einschleichen. Diese Feinarbeit können Anlegerinnen und Anleger in Eigenregie kaum realisieren. Bei einer digitalen Vermögensverwaltung durch quirion ist das inklusive. „Es lohnt sich, bei der Geldanlage auf die Details zu achten“, betont Dobbert. „Denn nur so kann man langfristig die Renditechancen der weltweiten Kapitalmärkte nutzen, ohne unnötige Risiken einzugehen.“

Einen noch tieferen Einblick in unsere Strategie gibt unser Whitepaper.

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