Zinsangebote sind gerade in Deutschland sehr gefragt, auch wenn sie wenig abwerfen. Geeignet sind sie eigentlich nur für einen Zweck – nämlich für den Notgroschen. Warum das so ist und was clevere Alternativen sind.
Die Deutschen sind fleißige Sparerinnen und Sparer. Das zeigt sich, wenn man die sogenannte Bruttosparquote verschiedener Länder vergleicht. Nach Daten des Statistischen Bundesamts liegt diese Quote in Deutschland bei 20 Prozent. Im EU-Durchschnitt sind es 14,6 Prozent und in den USA bloß 10,8 Prozent.
Allerdings horten viele immer noch Geld auf Girokonten, statt es anzulegen. Oder greifen zu Zinsprodukten. Doch dort wirft das Geld nicht viel ab. Laut einer Auswertung des Verbraucherportals Verivox lagen zum Beispiel die Durchschnittszinsen bundesweit verfügbarer Tagesgeldangebote im Oktober bei 1,28 Prozent. Dabei ist der durchschnittliche Realzins bei Tagesgeld, also nach Abzug des Kaufkraftverlusts durch Inflation, mit minus 1,12 Prozent auf den tiefsten Stand seit über anderthalb Jahren gefallen.
Ein Vorteil von Zinsprodukten wie Tagesgeld ist, dass sie vergleichsweise sicher sind. Es gibt keine Wertschwankungen. Aber bevor man Geld darin anlegt, sollte man sich genau überlegen: Welche Ziele will ich eigentlich erreichen? Und wann?
Zuerst das Ziel definieren
Die optimale Geldanlage ist für jedes Ziel anders. Je länger der Zeithorizont, desto besser kann man vorübergehende Wertschwankungen verkraften – und langfristig überlegene Renditechancen nutzen. Wer Vermögen aufbauen will, zum Beispiel für Ziele wie die Altersvorsorge, kommt an der Anlageklasse Aktien kaum vorbei. Im „Global Investment Returns Yearbook 2025“ hat die UBS in Zusammenarbeit mit der London Business School einen Rückblick auf 125 Jahre an den Kapitalmärkten geworfen: Aktien haben in jedem der 35 analysierten Länder mit ihrer durchschnittlichen Performance Anleihen, staatliche Geldmarktpapiere und Inflation übertroffen.
Die Geldanlage in Aktien birgt verschiedene Risiken: Einzelne Unternehmen können ausfallen, einzelne Branchen und Regionen in längere Krisen geraten. Deshalb sollte man bei der Geldanlage in Aktien das Portfolio möglichst breit streuen. Das globale ETF-Portfolio ist nach wissenschaftlichen Kriterien diversifiziert und enthält rund 8.000 Aktien aus über 70 Ländern. So nutzt man die Renditechancen der Anlageklasse, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Anlageziel „Notgroschen“
Je kürzer der Zeithorizont, desto stärker sollte man darauf achten, die Wahrscheinlichkeit von Kursschwankungen möglichst klein zu halten. Für den eigenen Notgroschen, der jederzeit kurzfristig verfügbar sein soll, gilt das ganz besonders. Trotzdem ist es natürlich erfreulich, wenn auch dieser Zinsen abwirft.
Für den Notgroschen hat quirion zwei Alternativen im Angebot, nämlich ein Tagesgeldkonto (Verrechnungskonto Plus) und Cash-Invest. Während Tagesgeld zu den sogenannten Sichteinlagen zählt, handelt es sich bei Cash-Invest um ein ETF-Portfolio. Das kombiniert ETFs auf verschiedene Segmente des Geldmarkts. Dort sind die Kursschwankungen in der Regel sehr gering. Die Zielrendite von Cash-Invest liegt nah am EZB-Einlagenzins. Der wiederum liegt meist über den Tagesgeldangeboten von Banken. Dabei ist die Flexibilität von Cash-Invest durchaus mit Tagesgeld vergleichbar. Und das häufige „Hopping“ von Aktionsangebot zu Aktionsangebot lässt sich damit vermeiden. Eine clevere Alternative zu Tagesgeld also.
Jetzt beide Lösungen vergleichen und den Notgroschen anlegen.
.avif)









