Dass man mit einer begrenzten Auswahl von Aktien langfristig eine bessere Wertentwicklung erzielen kann als der breite Markt, ist ein Mythos. Selbst Profis haben damit in der Regel keinen Erfolg. 5 Gründe, die gegen die aktive Aktienauswahl sprechen.
1) Weil es einem Glücksspiel gleicht
An den Börsen sind es in der Regel nur wenige Aktien, die ein Großteil der positiven Performance liefern. Das zeigen zum Beispiel verschiedene Studien des US-Ökonomen Hendrik Bessembinder, der den amerikanischen Aktienmarkt in verschiedenen Zeiträumen mehrfach untersucht hat. In den Jahren 1926 bis 2016 waren es demnach lediglich 89 von insgesamt 25.389 Aktien, die 50 Prozent der gesamten Wertschöpfung erzielten. Im Zeitraum bis 2025 waren es sogar nur 46 von insgesamt 29.081 Aktien.

Spricht das aber nun dafür, vor einer Geldanlage nach den potenziellen Werttreibern zu suchen? „Der Gedanke scheint nahezuliegen, ist aber ein Fehlschluss“, meint Philipp Dobbert, Leiter der Vermögensverwaltung bei quirion und bei der Quirin Privatbank. „Mit Glück kann man mal einen Volltreffer landen.“ Systematisch wiederholen ließen sich solche Treffer aber nicht. Allein schon, weil es so viel mehr relative Verlierer als Gewinner gibt – eine Wette mit ungünstigen Gewinnchancen.
2) Weil daran selbst Profis scheitern
Der wesentliche Grund dafür, dass selbst Profis mit einer gezielten Aktienauswahl scheitern: „Trotz aller Expertise kann niemand in die Zukunft schauen, auch keine Fondsmanagerin und kein Fondsmanager“, erklärt Dobbert. „Welche Aktien langfristig zu den Gewinnern gehören, weiß man immer erst im Nachhinein.“
Dass es kaum gelingt, systematisch und langfristig mit einer Aktienauswahl „richtig zu liegen“, zeigt sich an Vergleichen der Wertentwicklung aktiver Fonds mit Börsenindizes. Wie etwa in einer Studie von S&P Global vom März 2026: Demnach gelang es 97 Prozent der aktiven Fonds auf europäische Aktien nicht, in einem Zeitraum von zehn Jahren bis Ende 2025 eine bessere Wertentwicklung zu liefern als ein vergleichbarer Index. Bei globalen Aktien waren es sogar 98,4 Prozent.

3) Weil es zu viel kostet
Besser sein zu wollen als der Markt, scheitert also in den meisten Fällen. Und kostet damit Rendite. Ob durch den Versuch, die „richtige“ Aktienauswahl zu treffen. Oder durch den Versuch, ein besonders günstiges Timing für den Ein- und Ausstieg zu erwischen. „Dabei ist für Anlegerinnen und Anleger gerade der Wiedereinstieg sehr oft ein Problem“, stellt Dobbert fest. Schnell sind Renditechancen verpasst.

Dazu kommt: Wer auf klassische aktive Fonds vertraut, zahlt drauf. Das belegt beispielsweise eine im März 2026 veröffentlichte Studie der europäischen Börsenaufsicht ESMA. Klassische aktive Aktienfonds kosteten im Zeitraum zwischen 2020 und 2024 demnach im Schnitt 1,9 Prozent jährlich. Bei ETFs lagen die Durchschnittskosten bei nur 0,5 Prozent.
4) Weil man unnötige Risiken vermeiden kann
Wer die hohen Kosten klassischer aktiver Fonds vermeiden will, nutzt günstige ETFs. Und wer das Portfolio möglichst breit aufstellt, kann viele der Risiken vermeiden, die man sich mit einer fokussierteren Aktienauswahl einhandelt. Mit einem diversifizierten Weltportfolio lässt sich das Verhältnis von Renditechancen und Risiken optimieren. Die Risiken einzelner Aktien fallen darin kaum noch ins Gewicht.

Allerdings ist die Auswahl und Kombination von ETFs für ein solches Weltportfolio kein Selbstläufer. Man muss dabei schon sehr genau hinschauen. Auch weil das Produktangebot äußerst vielfältig geworden ist: Sogenannte aktive ETFs beispielsweise wollen ihren Markt übertreffen, statt ihn abzubilden. Damit verkehrt sich der ursprüngliche Gedanke von Indexfonds in sein Gegenteil.
5) Weil es bequeme und zielführende Alternativen gibt
Beim globalen ETF-Portfolio von quirion kümmern sich Profis um eine Diversifikation nach wissenschaftlichen Kriterien. Ziel ist, den Weltaktienmarkt effizient abzubilden. Aktuell beteiligt es Anlegerinnen und Anleger an über 10.000 Aktien aus über 70 Ländern. Je nach persönlichem Risikoprofil und individueller Risikoneigung werden außerdem Anleihen beigemischt. Denn ein reines Aktienportfolio schwankt stärker als ein gemischtes Portfolio und eignet sich nicht für alle Anlageziele.
Von einer zielführenden Anlagestrategie über die Produktauswahl bis zum regelmäßigen Rebalancing: „Bei unserer digitalen Vermögensverwaltung sind alle diese Leistungen inklusive“, unterstreicht Dobbert. Durch den Einsatz von ETFs bleibe die Geldanlage trotzdem sehr günstig. „Und das Ganze gibt es auch als Sparplan, schon ab Sparraten von 25 Euro im Monat.“
Mehr über unseren Sparplan erfährst du hier.
.avif)









