Einen Betrag auf einen Schlag investieren, in mehrere Tranchen aufteilen, einen Sparplan anlegen: Für alle drei Varianten gibt es gute Gründe. Welche das sind, und was es mit dem umstrittenen Cost-Average-Effekt auf sich hat.
In diese Situation kommen Anlegerinnen und Anleger immer wieder: Sie möchten Geld investieren, aber gerade ist überall von überbewerteten Aktien oder wachsenden Risiken die Rede. Vielleicht hat es schon heftigere Schwankungen gegeben. Nun fragen sie sich, ob es nicht besser wäre, noch eine Weile abzuwarten. „Greife nie in ein fallendes Messer“: Diese Börsenweisheit kursiert schon lange. Die Angst, kurz nach dem Einstieg gleich Buchverluste einstecken zu müssen, ist weit verbreitet.
Doch wie lange ein bestimmter Trend hält, ist zu keinem Zeitpunkt sicher. Mehr oder weniger permanent wird in den Medien deshalb diskutiert, ob gerade die Chancen oder die Risiken überwiegen. Das Problem: „Niemand kann in die Zukunft sehen. Niemand weiß, wie sich die Kurse in sechs Monaten, drei Wochen oder in zwei Stunden bewegen – auch Expertinnen und Experten nicht“, stellt Philipp Dobbert fest, Leiter der Vermögensverwaltung bei quirion und der Quirin Privatbank.
Kurse schwanken nach oben
Vorausschauendes Handeln bedeutet bei der Geldanlage deshalb gerade nicht, optimale Zeitpunkte für den Ein- und Ausstieg anzupeilen. Oder zu versuchen, schon heute die Gewinner-Aktien von morgen zu identifizieren. Beides ist reine Spekulation und höchst riskant.
Für die Frage, wann man wie viel Geld investieren sollte, ist eine andere Erkenntnis ganz zentral: Langfristig und im Schnitt ist der Trend an den Aktienmärkten aufwärtsgerichtet. Selbst wenn die Kurse zwischendurch stärker schwanken.

„Hinter den tendenziell steigenden Kursniveaus steckt ein fundamentaler ökonomischer Zusammenhang“, erklärt Dobbert. „Aktien beteiligen an Unternehmen und damit an der Wirtschaft.“ Diese wiederum sei prinzipiell auf Wachstum ausgelegt. „Davon profitieren Anlegerinnen und Anleger mit einem möglichst breit gestreuten Portfolio, in dem sie möglichst konstant investiert sind.“
Einmalanlage im Vorteil
Daraus lässt sich auch die Antwort auf die Frage ableiten, ob man besser auf einen Schlag oder scheibchenweise investiert: „Wenn ich von einem breit gestreuten Portfolio und einem langen Anlagehorizont ausgehe, ist die Einmalanlage in der Regel überlegen“, erklärt Dobbert.
Doch was ist mit dem sogenannten Cost-Average-Effekt, auf den häufig hingewiesen wird? Das Argument: Wer das Investment aufteilt und zum Beispiel regelmäßig einen bestimmten Betrag investiert, kauft mehr Anteile, wenn sie vergleichsweise billig sind. Und weniger Anteile, wenn sie vergleichsweise teuer sind.

Das klingt logisch und reizvoll. „Damit ist allerdings nicht gesagt, dass der Effekt langfristig zu höheren Renditen führt“, unterstreicht Dobbert. „Zwar schwanken die Kurse am Aktienmarkt, manchmal auch stark.“ Doch langfristig und im Schnitt sei der Trend eben aufwärtsgerichtet. „Und deshalb ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass bei einer langfristigen Anlage zu späteren Zeitpunkten höhere Preise für die Anteile bezahlt werden müssen.“
Das belegen zahlreiche Studien, zum Beispiel eine aus dem Jahr 1993, eine aus dem Jahr 2002 und eine aus dem Jahr 2012.
Argumente für die „Salamitaktik“
Stell dir vor, du legst einen größeren Geldbetrag an – und kurze Zeit später brechen die Kurse ein: Würdest du dann das Investment gleich wieder in Frage stellen? „Wenn man sich da nicht ganz sicher ist, kann es psychologisch sinnvoll sein, größere Anlagebeträge in Raten aufzuteilen und die Geldanlage über einen längeren Zeitraum zu strecken“, empfiehlt Dobbert. „Das kann verhindern, dass man in Panik verfällt und aus einem vorübergehenden Minus einen realen Verlust macht.“ Dabei solle man sich feste Einzahlungstermine setzen und sich nicht an den Kursen orientieren. Um riskante Spekulationen zu vermeiden.
Bei Sparplänen wiederum geht es ohnehin nicht um eine Alternative zur Einmalanlage. „Sie sind ein Instrument, um ein Vermögen aufzubauen“, betont Dobbert. Wer im Rahmen eines ETF-Sparplans einen Teil seines Einkommens sofort breit gestreut am Aktienmarkt investiere, lege diesen zum frühestmöglichen Zeitpunkt an. „Das ist viel sinnvoller, als das Geld auf dem Girokonto zu horten. Und erst dann über die Geldanlage nachzudenken, wenn man dort schon eine größere Summe zusammen hat.“ Außerdem vermeide man über einen ETF-Sparplan automatisch einen der häufigsten Anlagefehler, den riskanten Versuch des Markttimings.
Wissenschaftlich fundierte Strategie
Beim globalen ETF-Portfolio von quirion verzichten die Anlagestrategen auf jedes Markttiming und folgen ganz generell keiner Prognose. Sie setzen stattdessen auf eine wissenschaftlich fundierte Diversifikation. Das Portfolio beteiligt an rund 10.000 Aktien. Je nach persönlichem Risikoprofil und individuellem Anlagehorizont mischt quirion außerdem Anleihen bei. Das kann die Schwankungen des Aktienanteils zusätzlich abfedern.
Mit diesem Portfolio ist der richtige Zeitpunkt für die Geldanlage „immer jetzt“. Ob bei der Einmalanlage. Oder im Rahmen eines Sparplans. Und den gibt es bei quirion bereits ab Sparraten von 25 Euro im Monat.
Mehr über unseren ETF-Sparplan erfährst du hier.
.avif)









