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Rebalancing 2021: Was sich ändert und was bleibt

Rebalancing 2021: Was sich ändert und was bleibt

Mitte November liefen in den Kontoumsätzen unserer Kunden-Accounts wieder eine Menge Wertpapierabrechnungen ein. Denn wir haben das jährliche Rebalancing der Portfolios vorgenommen. So haben wir die Depots wieder an den angestrebten Anlagemix angepasst. Schließlich soll dieser das gewählte Verhältnis zwischen Risiko und Rendite spiegeln.

Der Hintergrund: Wertschwankungen verändern ständig das Risikoprofil eines Depots. Der Effekt lässt sich mit einem hypothetischen Portfolio in sehr langfristiger Perspektive besonders deutlich demonstrieren. Gestartet im Januar des Jahres 1926 mit 50 Prozent Aktien großer US-Werte und 50 Prozent langfristigen US-Staatsanleihen hat die Wertentwicklung die Gewichte über die Jahre gewaltig verschoben. Das zeigt folgende Grafik:

In weniger langfristiger Perspektive ist der Effekt in der Regel nicht so stark ausgeprägt. Doch dieMarktentwicklung verändert auch dann die Gewichte in unseren Kunden-Portfolios.„Über einen Wertschwankungsausgleich passen wir sie deshalb mindestens einmal im Jahr wieder an die Zielprofile an“,erklärt unser Chefvolkswirt Philipp Dobbert. Das bedeu­tet, dass bei allen Wertpapieren mit Kursgewinnen Verkäufe und bei untergewichteten Wertpapieren Nachkäufe angestoßen werden. Dabei wird nicht nur das Verhältnis von Aktien und Anleihen wieder in die zum Risikoprofil passende Ausrichtung gebracht. Alle Positionen werden geprüft und justiert. „Die Details machen wir den Kunden in den Wertpapierabrechnungen transparent. Im Prinzip werden aber nur die über die Zeit entstandenen Ungleichgewichte beseitigt“, stellt Dobbert fest.„Außerdem werden auf diese Weise regelmäßig Gewinne mitgenommen.“

Der Wertschwankungsausgleich gehört zum Risikomanagement bei quirion. „DieKapitalmarktforschung zeigt: Schwankt ein Portfolio mit dem Markt, kann einStressereignis wie ein abrupter Kursrutsch zu erheblich stärkeren Rückschlägen führen, als das bei systematischem Rebalancing der Fall ist.“ Auch beim Risikobleibt die Anlagestrategie von quirion also prognosefrei. Schließlich weiß niemand, wann es in einem Markt zu einem Umschwung kommt.

Neue Produkte, neuer Renditefaktor

Gleichzeitig haben wir auch einige Produkte ausgetauscht – allerdings ausschließlich im Nachhaltigkeitsportfolio. „Mehrere Renditefaktoren sind in unserem Nachhaltigkeitsportfolio noch nicht so gut abgebildet wie in den anderen Strategien. Das liegt daran, dass erst sukzessive Produkte neu auf den Markt für nachhaltige ETF und Anlageklassenfonds kommen, die unserem Zielbild entsprechen“, erläutert Dobbert.

Beim Prämienfaktor „Bonität“, der zum Zielbild im Anleihesegment gehört, gibt es inzwischen auch im Nachhaltigkeitsbereich passendere Anleihe-ETFs. Damit lässt sich speziell in Hochzinsanleihen von nachhaltigeren Unternehmen investieren. „Bei kurzlaufenden Unternehmensanleihen haben wir den BNP Paribas Easy Euro Corporate Bond SRI Fossil Free 1-3 Jahre ETF neu aufgenommen, an Stelle des iShares Euro Corporate Bond 0-3 Jahre ESG ETF“, sagt Dobbert. „Der neue ETF weist einen besseren ESG-Wert und eine niedrigere CO2-Intensität auf.“ Nach den Erkenntnissen der unabhängigen Organisation ShareAction stamme er zudem von einer sehr engagierten Fondsgesellschaft.

Daneben wurde der Anteil des Lyxor Green Bond ETF von sechs auf fünf Prozent reduziert. Dafür wurde der UBS Bloomberg Barclays MSCI Euro Area Liquid Corporate Sustainable ETF von 14 auf 15 Prozent aufgestockt. „Der Lyxor Green Bond zeigte sich etwas schwankungsreicher als zu erwarten war, das gleichen wir so aus.“

Vor- und Nachteile abwägen

In den Nachhaltigkeitsportfolios ist damit zu rechnen, dass diese weiter angepasst werden, wenn auch an anderer Stelle besser zur Strategie passende Produkte in den Markt kommen. „Hier sind wir noch nicht ganz dort, wo wir eigentlich hinwollen“, betont Dobbert. Ansonsten fühlt sich der stellvertretende Leiter der Vermögensverwaltung mit den Produkten in den Portfolios aktuell sehr wohl.  

Ohnehin werden Produkte nicht vorschnell ausgetauscht. „Wir analysieren vor Änderungen sehr sorgfältig die Vor- und Nachteile eines Austauschs“, unterstreicht Dobbert. Dazu gehören auch allgemein steuerliche Aspekte. „Die Märkte sind gut gelaufen. Bei einem Verkauf vieler ETFs wären Ertragssteuern angefallen.“ Ob Steuern oder Handelsgebühren: „Nur wenn Qualitäts- oder Kostenvorteile im Großen und Ganzen überwiegen, tauschen wir Produkte aus.“

Mehr über die ETFs in den Portfolios von quirion gibt es hier.

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