Die staatliche Reform der privaten Altersvorsorge bringt wesentliche Verbesserungen für den Vermögensaufbau. Matthias Lamberti, unser Chief Innovation & Product Officer, ordnet die Änderungen ein. Und gibt schon mal eine kleine Vorschau auf unser Angebot, um die neue Förderung zu nutzen.
Ob Standarddepot oder Kostendeckel: Wenn von der Reform der privaten Altersvorsorge die Rede ist, tauchen viele neue Schlagworte auf. Welche Änderungen sollte man unbedingt kennen?
Unabhängig von den Schlagworten ist vor allem eines wichtig: dass man endlich die Kapitalmärkte als Sprungbrett für die Altersvorsorge nutzen kann. Der Kern der Reform – das Altersvorsorgedepot – ist eine Einladung an alle. Insbesondere an Menschen, die heute noch nicht investieren. Das ist das Wesentliche.
Die neue Förderung ermöglicht mehr Menschen, die Kraft der Kapitalmärkte für ihren Vermögensaufbau einzusetzen. (verlinken auf https://www.quirion.de/post/das-ist-die-neue-foerderung-fuer-die-altersvorsorge) Dabei wird das Standarddepot besonders einfach zu handhaben sein. Bei diesem dürfen außerdem die Kosten bei maximal 1 Prozent pro Jahr liegen. Wobei ich jetzt schon sagen kann: Unsere Angebote, die wir gerade vorbereiten, werden sehr viel günstiger ausfallen.
Was kannst du zu euren Angeboten schon verraten?
Wir werden ein effizientes Standarddepot anbieten. Und darüber hinaus eine weitere Alternative. Die wird in der Anlagestrategie einen Weg gehen, der nach wissenschaftlichen Kriterien noch etwas ausgefeilter ist. In beiden Angeboten ist unser Kundenservice inklusive, der Anlegerinnen und Anlegern bei allen Fragen schnell weiterhilft.
Zu den Details kann ich aktuell noch nicht viel verraten. Daran arbeiten wir gerade. Was ich aber schon klar sagen kann: Garantieprodukte wird es bei uns garantiert nicht geben.
Warum keine Garantieprodukte?
Eine Garantie klingt zwar erst mal nach etwas Positivem. Aber die hohen Kosten einer Versicherung sind ein wesentlicher Grund dafür, dass das alte Riester-Modell gescheitert ist. In der Ansparphase muss es zunächst darum gehen, die Rendite nicht durch unnötige Kosten zu belasten. Denn die fallen gerade langfristig ins Gewicht.
Um den Punkt ganz schematisch vor Augen zu führen, ein Rechenbeispiel. Angenommen, ich zahle monatlich 100 Euro in einen Sparplan ein. Wenn ich eine langfristige, durchschnittliche Rendite nach Kosten von 7 Prozent pro Jahr unterstelle, komme ich nach 30 Jahren auf eine Summe von rund 118.000 Euro. Drücken höhere Kosten die Rendite nur auf 6,5 Prozent, sind es rund 10.000 Euro weniger.
Doch die Kursschwankungen können an den Aktienmärkten auch mal größer ausfallen. Wäre für Sicherheitsorientierte eine Garantie nicht doch sinnvoll?
Nein, wäre es nicht. Altersvorsorge braucht Zeit. Und langfristig haben sich die Kursschwankungen ausgeglichen. Zumindest dann, wenn man möglichst breit gestreut anlegt und keine unnötigen Risiken eingeht. Mangelnde Streuung und zu hohe Kosten sind die eigentlichen Risiken bei der Geldanlage. Deshalb legen wir in unseren Produkten höchsten Wert darauf, beides zu vermeiden.
Das allergrößte Risiko für die Finanzen im Alter ist allerdings nichts zu tun. Wieder ein kleines Rechenbeispiel: Angenommen, nach Steuern und Krankenkassenbeiträgen bleiben von einer Rente monatlich ansehnliche 3.000 Euro übrig. Bei einer Inflation von 2,0 Prozent im Jahr liegt die Kaufkraft dieses Betrags in 30 Jahren bei nur noch rund 1.660 Euro.
Was empfiehlst du denjenigen, die bislang nach dem alten Riester-Modell vorsorgen?
Ich finde es fair, dass alle in die neue Förderung wechseln können, wenn sie wollen. Und in einem Altersvorsorgedepot weitersparen können. Was im Einzelfall am besten ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Das kommt zum Beispiel darauf an, wie lange noch Zeit bis zur Rente ist. Je länger der Zeitraum, desto sinnvoller wird ein Umstieg auf die neuen Altersvorsorgedepots sein.
Wir arbeiten an Lösungen, mit denen sich leicht ermitteln lässt, ob sich der Wechsel von einem Riestervertrag in ein Altersvorsorgedepot lohnt. Auch die Übertragung des Vermögens wollen wir sehr einfach machen.
Unter dem Strich: Wie findest du die neuen Förderregeln für die private Altersvorsorge?
Der Staat macht es jetzt wirklich leichter, fürs Alter vorzusorgen. Angenommen, du legst an 360 Tagen im Jahr jeden Tag nur einen Euro zur Seite. Der Staat gibt dir jeden Tag 50 Cent dazu. Falls du Kinder hast, gibts noch mehr. Wenn du das viele Jahre machst und dabei die Kapitalmärkte mit deinem Geld arbeiten lässt, können am Ende Zigtausend Euro zusammenkommen. Ich finde, das ist ein doppeltes Geschenk. Das sollte man, soweit irgendwie möglich, nicht ausschlagen.
Selbst wenn die Regeln im Detail doch wieder recht komplex sind …
Das stimmt. Die neuen Regeln werden Produkte mit intransparenten Strukturen und zu hohen Kosten nicht völlig verhindern. Es ist aber nun an uns und am Wettbewerb, den Menschen Orientierung zu geben. Und Vertrauen aufzubauen. Auch bei denen, die schlechte Erfahrung mit dem alten Riester-Modell gemacht haben.
Die Reform ist eine große Chance. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass mehr Menschen diese Chance ergreifen. Ich weiß, dass immer noch viele Menschen Berührungsängste mit Aktien haben. Aber es ist doch so: Mit den Unternehmen, von denen diese Aktien stammen, gehen wir täglich ganz ungezwungen um. Wir bestellen ganz selbstverständlich bei Amazon, posten unsere Nachrichten auf Instagram & Co, chatten auf Whatsapp oder treffen uns bei Teams. Damit machen die Unternehmen satte Gewinne. Über die Geldanlage an den Aktienmärkten haben wir die Chance daran mitzuverdienen. Und das ist einfacher, als die meisten denken.
Was dir die neue Förderung bringt, erfährst du hier.
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