Bei der Geldanlage wird häufig zu einer breiten Streuung geraten. Auch wenn das vielleicht grundsätzlich einleuchtet: Was bedeutet es konkret?
Nicht alles auf eine Karte setzen: Der Spruch kursiert schon lange. Angeblich stammt er aus dem späten Mittelalter, als mit der Ausbreitung von Kartenspielen immer mehr Menschen Schulden anhäuften und ihr Hab und Gut verloren.
Heute taucht die Redewendung oft im Zusammenhang mit der Geldanlage auf, verbunden mit der Empfehlung, das Risiko auf viele Wertpapiere zu verteilen. Doch selbst wenn man das weiß, bleibt die Frage offen: Was bedeutet das konkret und wie streut man das Risiko möglichst optimal?
Je mehr Aktien, desto besser?
Wer zum Beispiel 10.000 Euro in eine einzige Aktie investiert, riskiert bei Insolvenz des Unternehmens den Totalverlust des angelegten Kapitals. Verteilt man das Geld gleichmäßig auf 100 Aktien, wirkt sich der Ausfall eines der Unternehmen längst nicht so dramatisch aus. Rechnerisch sind nur noch 1 Prozent des Kapitals betroffen. Bei 1.000 Aktien sind es 0,1 Prozent, bei 10.000 Aktien 0,01 Prozent.
Schon diese ganz einfache Rechnung zeigt: Auf eigene Faust in einzelne Aktien zu investieren, ist sehr riskant. Dabei kann man mit ETFs relativ günstig auf einen Schlag in Hunderte Aktien investieren. So beteiligt ein ETF auf den MSCI World beispielsweise an rund 1.300 Aktien. Das klingt schon mal nicht schlecht.
Allerdings: Gemessen am Gesamtmarkt aller Aktien bilden einzelne Indizes immer gewisse Schwerpunkte aus, was wiederum Konzentrationsrisiken birgt. So hat der MSCI World ein Übergewicht in den USA, in der Informationstechnologie und den zehn größten Aktien, blendet Aktien kleinerer Unternehmen und aus Emerging Markets dagegen aus. Mit einer gezielten Kombination von ETFs, die sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützt, lässt sich bei der Diversifikation noch viel mehr erreichen – bei der Zahl der Beteiligungen, aber auch darüber hinaus.

Mehr diversifizieren, weniger spekulieren
Die Grundüberlegung zu einer optimierten Diversifikation fängt mit einer ziemlich simplen Feststellung an: Niemand kann die Wertentwicklung irgendwelcher Aktien verlässlich voraussagen. Man kann bloß mehr oder weniger gut raten. Sich bei der Geldanlage auf Prognosen zu verlassen, ist ein riskantes Glücksspiel.
Anders als beim Kartenspiel muss man bei der Geldanlage aber nicht darauf vertrauen, zufällig das richtige Blatt in die Hand zu bekommen. Denn: Dass die Aktienmärkte langfristig steigen, ist kein Zufall. Aktien beteiligen an Unternehmen und damit an der Wirtschaft. Die Wirtschaft wiederum ist auf Wachstum ausgelegt.
Eine fundierte Anlagestrategie richtet sich daran aus und strebt die langfristige Durchschnittsrendite der weltweiten Aktienmärkte an. Sie vermeidet unnötige Spekulationen und versucht nicht, die Märkte zu übertreffen. Denn das erhöht bloß das Risiko.
Mit Renditefaktoren zur besseren Streuung
Um eine solche Strategie zu verfolgen und die weltweiten Aktienmärkte ins Depot zu bringen, reicht ein einzelner ETF nicht aus. Gesucht ist eine Kombination, die Unwuchten der einzelnen ETFs ausgleicht. Um das zu erreichen, orientieren wir uns bei unserem globalen ETF-Portfolio an sogenannten Faktoren. Das sind Kategorien, mit denen man die Vielfalt der Aktien systematisch ordnen kann. Denn jede Aktie verfügt über eine Reihe von Merkmalen, die ihre Renditechancen und ihre Risiken beeinflussen – zum Beispiel die Unternehmensgröße, die Bewertung oder das Ausmaß der Kursschwankungen.

Mit sechs Faktoren zum Weltportfolio
Die Faktoren und ihre Gewichtung sind die Basis für die Auswahl und Kombination der einzelnen ETFs in unserem globalen ETF-Portfolio. (verlinken auf https://www.quirion.de/anlagekonzept/anlageuniversum) Wichtig zu wissen: Auch sogenannte Faktor-ETFs bilden immer mehrere Faktoren gleichzeitig ab. Deshalb achten unsere Anlagestrategen genau darauf, ob die Produktkombination wirklich die angestrebten Faktorgewichtungen ins Portfolio bringt.
Über 13.000 Aktien im globalen ETF-Portfolio
Unser globales ETF-Portfolio beteiligt aktuell an über 13.000 Aktien aus über 70 Ländern. Je nach persönlichem Risikoprofil und individueller Risikoneigung mischen wir außerdem Anleihen bei. Denn ein reines Aktienportfolio schwankt stärker als ein gemischtes Portfolio und eignet sich nicht für alle Anlageziele.
Von einer zielführenden Anlagestrategie mit optimierter Diversifikation bis zum regelmäßigen Rebalancing: Bei unserer digitalen Vermögensverwaltung sind all diese Leistungen inklusive. Durch den Einsatz von ETFs bleibt die Geldanlage trotzdem sehr günstig. Dabei gibt es unser globales ETF-Portfolio auch als Sparplan, schon ab Sparraten von 25 Euro im Monat.
Mehr über unsere Sparpläne erfährst du hier.
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