Geldanlage: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?

Geldanlage: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?

Ob die Kurse gerade sinken oder schon stark gestiegen sind: Die Frage, ob jetzt ein günstiger Zeitpunkt für die Geldanlage ist, steht eigentlich immer im Raum. Warum man mit der Suche nach der Antwort besser keine Zeit verschwendet.

Hohe Energiepreise, gestörte Lieferketten, gedämpfte Wachstumserwartungen: Die negativen Folgen des Iran-Konflikts haben insbesondere in den ersten Wochen nach Kriegsausbruch immer wieder auch die Aktienmärkte belastet. Was viele Anlegerinnen und Anleger verunsicherte. Das zeigte sich unter anderem darin, dass sie sich mit neuen Investments stark zurückhielten. Nach Zahlen von Morningstar flossen in Europa im März zwar über 8 Milliarden Euro in Aktien-ETFs. Doch noch im Februar waren mit knapp 40 Milliarden Euro um ein Vielfaches höher ausgefallen.

Im April überraschten viele Aktienmärkte dann mit einem Höhenflug. In den USA wurden reihenweise neue Allzeithochs erreicht. Manche führten das auf eine starke Gewinnentwicklung zahlreicher Unternehmen im ersten Quartal zurück. Andere sahen den Grund eher in Spekulationen über ein nahendes Ende des Iran-Konflikts. Was auch immer zutraf: Wer an der Seitenlinie stand, ließ sich Renditechancen entgehen.

Verpasste Renditechancen

Dass sich die Märkte anders bewegen, als man das vorher allgemein erwartet, kommt ziemlich häufig vor. Darauf müssen sich Anlegerinnen und Anleger einstellen. Vorausschauend zu handeln, bedeutet allerdings gerade nicht, auf optimale Zeitpunkte für den Ein- und Ausstieg zu spekulieren. Denn damit einen Treffer zu landen, wäre ein reiner Glücksfall. Meist ist das Problem ein verspäteter (Wieder-)Einstieg.

Warum man dem Markt besser vertraut


Das optimale Timing für den Ein- und Ausstieg kennt man immer erst im Nachhinein. Das gilt auch für Expertinnen und Experten – wie etwa aktive Fondsmanagerinnen und Fondsmanager, die durch gezielte Auswahl und Markttiming versuchen, den breiteren Markt zu schlagen. Das zeigte einmal mehr eine im März veröffentlichte Studie von S&P Global. Demnach waren über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 97 Prozent der aktiven Fonds auf europäische Aktien nicht in der Lage, einen entsprechenden Index zu übertreffen. Bei weltweit investierenden waren es rund 98 Prozent.

Was man abseits von kurz- und mittelfristigen Prognosen aber feststellen kann: Im Durchschnitt und langfristig ist der Trend an den Aktienmärkten aufwärtsgerichtet. Trotz aller Einbrüche und Korrekturen. Der Grund dafür ist, dass Aktien an Unternehmen beteiligen und damit an der Wirtschaft. Die ist prinzipiell auf Wachstum ausgelegt.

Selbst in Krisenphasen ist die Wirtschaft häufig erstaunlich widerstands- und anpassungsfähig. Das zeigt ein Blick auf die jährlichen Wachstumsraten der Weltwirtschaft in den vergangenen zehn Jahren – also in einem Zeitraum, in dem an Krisen wahrlich kein „Mangel“ herrschte. Bloß im Jahr 2020 gab es wegen der Corona-Pandemie einen signifikanten Rückgang, der dann aber rasch wieder aufgeholt wurde.

Die Zeit zählt, nicht der Zeitpunkt

Unabhängig von Krisen und Einbrüchen konsequent investiert bleiben: Ist das nicht trotzdem zu riskant? Das mag sich der eine oder die andere fragen. Die Investmentgesellschaft Vanguard hat dazu jüngst ein Gedankenexperiment angestellt. Sie hat die Wertentwicklung eines Anlegers analysiert, der in den vergangenen 30 Jahren zu sieben sehr schlechten Zeitpunkten investierte. Und zwar immer genau dann, wenn es an den Aktienmärkten kurze Zeit später zu einem Einbruch kam – etwa vor der Finanzkrise, der Corona-Pandemie oder dem Start des Ukraine-Kriegs.

Was der hypothetische Investor mit dem unglücklichen Händchen allerdings schon getan hat: Er hat global gestreut angelegt. Und – trotz neuer Zukäufe – über den gesamten Zeitraum nichts umgeschichtet und nichts verkauft. Das Ergebnis: Aus einem insgesamt eingezahlten Betrag von 45.000 Euro wäre selbst unter diesen unvorteilhaften Bedingungen rein rechnerisch bis Februar 2026 ein Vermögen von 155.580 Euro geworden. Zum Vergleich: Mit der Anlage auf einem Festgeldkonto mit einer angenommenen Verzinsung mit dem EZB-Leitzins wäre er im gleichen Zeitraum auf einen Endwert von nur 56.871 Euro gekommen.

Eine Strategie für jede Marktphase

Statt über den optimalen Zeitpunkt zu spekulieren, sollte man bei der Geldanlage besser die Streuung optimieren. Denn so vermeidet man unnötige Risiken und verpasst keine Renditechancen. Unser globales ETF-Portfolio ist nach wissenschaftlichen Kriterien diversifiziert und beteiligt aktuell an über 13.000 Aktien aus über 70 Ländern.

Je nach persönlichem Risikoprofil und individueller Risikoneigung mischen wir außerdem Anleihen bei. Anleihen können dabei helfen, die Schwankungen des Aktienanteils im Portfolio abzufedern. Deshalb ist die Antwort auf die Frage nach dem besten Zeitpunkt für die Geldanlage bei uns: „immer jetzt“.

Wie du mit uns Vermögen aufbaust, erfährst du hier.

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