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quirion LIVE 29. September

Zurücklehnen statt zurechtfinden

Zurücklehnen statt zurechtfinden

Die Welt der ETFs ist ganz schön groß und bunt geworden: Es gibt Produkte auf Standardindizes, auf Trendthemen oder auf so genannte Faktoren. Die Auswahl aus inzwischen Hunderten von ETFs zu treffen, ist entsprechend knifflig. Bequemer ist, die Selektion zu delegieren.

Die Geschichte beginnt mit einem Misserfolg. Als John Bogle, der Gründer der Investmentfirma Vanguard, Ende 1975 seinen „First Index Investment Trust“ auf den US-Börsenindex S&P 500 gründete und 1976 auf den Markt brachte, war das Publikum wenig begeistert. Einfach einen breiten Marktindex abbilden? Das schien der Wall Street doch allzu „durchschnittlich“. Entsprechend lange, bis 1984, dauerte es, bis Wells Fargo mit einem ähnlich konzipierten Fonds auf den S&P 500 in den Wettbewerb einstieg. Heute ist der Markt umkämpft. Ende Juni 2021 waren nach Angaben des Research-Unternehmens ETFGI allein in Europa rund 1,4 Billionen US-Dollar in über 1.800 verschiedene ETFs investiert. In den USA waren es sogar über sechs Billionen US-Dollar, die in rund 2.400 ETFs lagen.

Hinter den Namen „Exchange Traded Fund“ verbirgt sich inzwischen eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Strategien. Dazu gehören immer noch die, bei denen ETFs bekannte Aktienindizes wie S&P 500 oder den DAX abbilden. Dazu gehören aber auch ETFs auf eigens dafür konstruierte Themenindizes – etwa zur demografischen Entwicklung oder zur „Zukunft der Ernährung“. Außerdem gibt es ETFs auf spezielle Faktoren wie etwa „niedrige Volatilität“ oder „Value“ (Substanzwerte), die auch in den Portfolios von quirion eine Rolle spielen. Selbst wenn die Artenvielfalt damit bei weitem noch nicht erschöpfend aufgelistet ist, wird klar: Die Produktauswahl erledigt sich nicht von selbst.

ETF ist nicht gleich ETF

Das gilt selbst für Produkte auf Standardindizes. „Man könnte meinen, dass ETFs nah am perfekten Wettbewerb sind“, sagt Kai Hattwich, Senior Portfolio Manager bei quirion und der Quirin Privatbank. „Es gibt das gleiche Produkt bei verschiedenen Anbietern – also entscheiden nur die Kosten.“ So sei es aber vielfach nicht. „Bei Produkten auf den DAX sind die Unterschiede zwar nicht so groß – schließlich enthält er nur 30 und ab September dann 40 Aktien.“ Doch bei Indizes wie dem S&P 500 oder dem MSCI World mit über 1.500 Werten sei die Nachbildung schon wesentlich komplizierter. Da könne es bei der Qualität erhebliche Differenzen geben.

An dieser Stelle kommt oft ein weiterer Unterschied zwischen ETFs zum Tragen – der zwischen physisch und synthetisch replizierenden Produkten. „Physisch replizierend“ meint nichts anderes als dass im Portfolio Aktien stecken, die im Index enthalten sind. Weil die Nachbildung „eins zu eins“ bei Indizes mit besonders vielen Werten schwer zu bewerkstelligen ist, kann dabei „Sampling“ zum Einsatz kommen. In diesem Fall liegen nur die Werte im ETF, die den größten Einfluss auf die Indexentwicklung haben. Bei „synthetisch“ genannten Produkten tauscht der Anbieter des ETF die Wertentwicklung mit einem Finanzpartner: Der Partner liefert die Wertentwicklung des Index und erhält die Rendite eines Wertpapierkorbs, den der ETF-Anbieter als Sicherheit hinterlegt. Auf diese Weise kann das Portfolio überschaubar bleiben und innerhalb des Fonds müssen weniger häufig Werte ge- oder verkauft werden. Das ist bei der Nachbildung großer Indizes wesentlich günstiger.

Weil die Idee der synthetischen Nachbildung aber nicht so eingängig ist, schreckt die Debatte „physisch oder synthetisch“ manchen Anleger auf. „Über die Replikationsmethode muss man sich keine großen Gedanken machen, das Risiko des Tauschgeschäfts ist stark begrenzt“, erläutert ETF-Spezialist Hattwich. Es gebe zudem Untersuchungen, die zeigen, dass in den vergangenen Jahren synthetische ETFs auf den S&P 500 vielfach eine deutlich bessere Wertentwicklung zeigten als ihre physischen Pendants. Gleichwohl achten Hattwich und seine Kollegen bei der Auswahl von ETFs für die Weltportfolios von quirion auf die Details solcher Geschäfte. „Wir schauen uns bei synthetischen Produkten zum Beispiel genau an, wie der ETF-Anbieter das Portfolio besichert und wie er das Risiko managt.“

Genauigkeit der Abbildung messen

Im Kern aber geht es Hattwich bei der Qualitätsbeurteilung um die möglichst genaue Abbildung der Wertentwicklung. Was diese betrifft, zählen Indikatoren wie der „Tracking Error“, vor allem aber die „Tracking Difference“. Die Tracking-Differenz misst, wie die Rendite eines Indexprodukts von der seines Referenzindex abweicht. Der Tracking-Error zeigt an, wie groß die Schwankungen zwischen den einzelnen Datenpunkten sind, aus denen sich die durchschnittliche Tracking-Differenz des Fonds zusammensetzt.

Was für Hattwich zählt, ist zudem die Güte des Portfoliomanagements. „Hierbei achten wir auf den Marktzugang des Fonds.“ Wenn beispielsweise ein ETF auf Emerging Markets in Asien aber auch in Südamerika engagiert ist, sind beim Handeln verschiedene Zeitzonen zu berücksichtigen. „Dabei ist wichtig, wie günstig und schnell der Fonds Werte kaufen oder verkaufen kann.“

Genauer Blick auf die Kosten

Auch an anderen Stellen nimmt es quirion mit der Auswahl genau. Das betrifft beispielsweise die Kosten. Wesentliches Kriterium für quirion sind die realen Kosten, bei denen etwa die Differenz zwischen der Fonds- und der Indexentwicklung ebenfalls einfließt – und nicht die von Emittenten kommunizierte Gesamtkostenquote von Fonds („Total Expense Ratio“), auf die viele Anleger schauen. „Eigentlich ist die Gesamtkostenquote nur ein Bestandteil der realen Kosten. Sie hat durchschnittlich einen Einfluss von nur rund 49 Prozent auf die Renditedifferenz von ETFs.“

Eine professionelle Auswahl von ETFs stützt sich für Hattwich auf Kenntnisse verschiedener Analysemethoden. „Außerdem nutzen wir Informationsquellen wie spezielle Datenbanken, die nicht allgemein zugänglich und teilweise recht teuer sind“, zeigt der Produktexperte auf. Ein Privatanleger könne einen solch hohen Aufwand bei der Auswahl natürlich nicht betreiben. Eine professionelle und unabhängige Selektion, die Ausrichtung der Portfolios auf verschiedene Risikoprofile: Das sind für Hattwich gute Argumente, auf digitale Vermögensverwalter wie quirion zu setzen. „Ich denke, es erhöht einfach die Lebensqualität, sich als Anleger nicht um die Details kümmern zu müssen.“

Welche ETFs den Selektionsprozess bei quirion erfolgreich durchlaufen haben, sehen Sie in dieser Übersicht.

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