100.000 Euro anlegen: Worauf kommt es an?
Wenn du 100.000 Euro anlegen möchtest, ist wichtig vorab zu klären:
- Welche konkreten Ziele verfolgst du mit deiner Geldanlage?
- Wie lange kannst du (voraussichtlich) auf den Betrag verzichten (Anlagehorizont)?
- Wie viel Risiko kannst und willst du eingehen?
Deine Antworten auf diese elementaren Fragen bestimmen die passende Anlageform: von sicheren Anlagen wie Tagesgeld bis hinzu rendite starken, aber stärker schwankenden Investments am Kapitalmarkt, wie Aktien-ETFs.
5 wichtige Schritte, bevor du 100.000 € anlegst
Die folgenden fünf Schritte helfen dir dabei, eine solide Basis für deine Geldanlage zu schaffen.
1. Tilge zuerst offene Kredite
Wenn du offene Darlehen – insbesondere Konsumkredite mit hohen Zinssätzen – hast, solltest du diese noch vor einem größeren Investment tilgen. So verhinderst du zum einen, dass die oftmals hohen Kreditzinsen die Rendite deiner Geldanlage „auffressen” und zum anderen, dass du zur Kredittilgung auf deine Geldanlage (zu einem ungünstigen Zeitpunkt) zurückgreifen musst.
2. Sorge für einen Notgroschen
Um bei unvorhergesehenen Ausgaben (Autoreparatur, neue Waschmaschine etc.) nicht deine langfristigen Anlagen anzutasten, ist es ratsam, einen Notgroschen, also einen finanziellen Sicherheitspuffer, in Höhe von etwa drei bis sechs Netto-Monatsgehältern (Faustregel) aufzubauen. Deinen Notgroschen legst du z. B. auf ein Tagesgeldkonto, um jederzeit darauf zugreifen zu können und obendrein einen kleinen Zinsertrag zu erhalten.
3. Setze dir klare Anlageziele
Sobald du sichergestellt hast, dass du keine offenen Kredite mehr hast und über ausreichend finanzielle Rücklagen verfügst, kannst du dir über deine Ziele Gedanken machen, die du mit deiner Geldanlage verfolgst. Möchtest du deine 100.000 Euro zum Beispiel …
- … kurzfristig und vergleichsweise sicher für eine baldige größere Anschaffung anlegen/parken (kurzfristige Geldanlage)?
- … in einigen Jahren für denKauf einer Immobilie nutzen (mittelfristige Geldanlage)?
- … oder langfristig in deine private Altersvorsorge investieren (langfristige Geldanlage)?
Dein konkretes Anlageziel bestimmt, wie lange dein Geld investiert bleibt und wie vergleichsweise sicher deine Geldanlage sein sollte.
4. Bestimme deinen Anlagehorizont
Dein Anlagehorizont ist direkt an dein Anlageziel geknüpft. Je früher du dein Geld wieder benötigst, desto kürzer ist dein Anlagehorizont und desto sicherer sollte in der Regel die gewählte Anlageform sein. So verhinderst du, genau dann Verluste (durch Verkauf im Börsentief) hinnehmen zu müssen, wenn du dein angelegtes Geld wieder benötigst. Je länger dein Anlagehorizont wird, desto stärker kannst du auf renditestarke Anlageformen wie Aktien-ETFs setzen.
Unterschiedliche Anlagehorizonte –unterschiedliche Prämissen
- Kurzfristig (bis 3 Jahre): Sicherheit und schnelle Verfügbarkeit stehen hier meist im Vordergrund.
- Mittelfristig (4 - 6 Jahre): Eine Mischung aus Sicherheit (geringere Renditen) und Risiko (höhere Renditen) ist ideal.
- Langfristig (ab 6 Jahre): Der Fokus kann nun zunehmend auf renditestarke (und stärker schwankende) Anlageformen gelegt werden.
Welche Formen der Geldanlage sich für welchen Anlagehorizont am besten eignen, haben wir für dich in unseren Ratgebern zusammengefasst. Finde heraus, wie du …
…dein Geld kurzfristig am besten anlegen
…dein Geld mittelfristig am besten anlegen
…oder dein Geld langfristig am besten anlegen
kannst.
5. Definiere deine Risikobereitschaft
Je höher die Renditechancen einer Geldanlage sind, desto höher ist auch das Schwankungsrisiko. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass besonders sichere Anlageformen in der Regel nur vergleichsweise geringe Renditen abwerfen, dafür aber weniger stark schwanken.
Ein höheres Risiko kannst du grundsätzlich mit einer möglichst breiten Diversifikation spürbar senken. Wenn du z. B. anstatt in Einzelaktien in breit streuende und kostengünstige Aktien-ETFs anlegst, investierst du nicht selten in tausende unterschiedliche Unternehmen weltweit und kannst entsprechend vom weltweiten Wirtschaftswachstum (und in der Folge steigenden Unternehmensgewinnen sowie Aktienkursen) profitieren, ohne dass die möglicherweise starken Verluste einzelner Aktien merklich ins Gewicht fallen (im Gegensatz zu Einzelinvestments).
Welche Anlageform eignet sich für welchen Fall?
Was ist besser: Alles auf eine Karte setzen oder Anlageformen mischen?
Wie genau du deine 100.000 Euro aufteilst, hängt am Ende also von deinen individuellen Anlagezielen, der Anlagedauer und deiner Risikobereitschaft ab. Mit 100.000 Euro kannst du dein Vermögen auf verschiedene Arten strukturieren. Eine mögliche Aufteilung könnte zum Beispiel so aussehen:
- 15.000 Euro als Notgroschen auf ein Tagesgeldkonto für unvorhergesehene Ausgaben
- 85.000 Euro in ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio aus Aktien- und Anleihen-ETFs
Grundsätzlich gilt: Geld, das du vermutlich kurzfristig wieder benötigst, legst du am besten sicher und schnell verfügbar an, beispielsweise auf ein Tagesgeldkonto oder in Geldmarktfonds (beinhalten kurzlaufende Zinsanlagen). Für einen Immobilienkauf in beispielsweise 3 - 5 Jahren bietet sich z. B. ein Festgeld (mit 3 Jahren Laufzeit) an, sofern du dein Geld bis zum geplanten Immobilienkauf bestimmt nicht anderweitig benötigst und keinerlei Kursschwankungen haben möchtest. Möchtest du dein Geld hingegen langfristig anlegen und zum Beispiel für deine eigene Altersvorsorge nutzen, für Kinder/Enkelkinder sparen (Studium) oder ganz allgemein Vermögen auf lange Sicht aufbauen, sind breit streuende und kostengünstige ETFs (insbesondere Aktien-ETFs) die beste Option: Sie bieten ein optimales Verhältnis aus Renditechancen und Risikostreuung.
Die gesamten 100.000 Euro in ETFs investieren: Ist das sinnvoll?
ETFs (Exchange Traded Funds) eignen sich hervorragend für den Vermögensaufbau mit 100.000 Euro (und anderen Beträgen). Vor allem bei einem langfristigen Anlagehorizont kannst du mit Aktien-ETFs von den Chancendes Kapitalmarkts profitieren. Zum Stabilisieren deines aktienlastigen Portfolios kannst du Anleihe-ETFs beimischen, um das Schwankungsrisiko deines Gesamtportfolios zu reduzieren.
Bei quirion musst du die Auswahl der passenden ETFs übrigens nicht selbst übernehmen: Du füllst einen kurzen und unkomplizierten Fragebogen aus und erhältst als Ergebnis einen Anlagevorschlag, der genau auf dein persönliches Risikoprofil zugeschnitten ist. DieAuswahl der idealen Aktien- und Anleihe-ETFs für dein Portfolio übernimmt unser Robo-Advisor auf Grundlage von wissenschaftlichen und eigenen Analysen für dich.
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100.000 Euro auf einmal oder lieber in Tranchen investieren?
Viele Anlegerinnen und Anleger fragen sich, ob sie lieber alles auf einmal sofort investieren oder nach und nach in Tranchen einsteigen sollten. Historisch betrachtet werfen sofortige Investments in einer Summe im Durchschnitt die besseren Renditen im Vergleich zum gestaffelten Einstieg ab. Wenn du allerdings aufgrund der Sorge, zum „falschen Zeitpunkt” einzusteigen, dein Investment immer weiter hinauszögerst, kannst du stattdessen dein Investment auch in mehrere Betragstranchen aufteilen, die du zu im Vorhinein festgelegten Terminen investierst. Diese Termine sollten dann aber auch unbedingt eingehalten werden.
„Time in the market beats timing the market”: Diese Börsenweisheit besagt, dass langfristig kontinuierlich investiert zu bleiben ertragreicher ist, als durch ständige Käufe und Verkäufe zu versuchen, den optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkt zu finden.
100.000 Euro anlegen bei quirion
Ob aus einer Erbschaft, einem Immobilienverkauf oder deinem angesparten Vermögen: Mit 100.000 Euro hast du einen grundsoliden Baustein für deinen Vermögensaufbau. quirion bietet dir eine kostengünstige und einfache Möglichkeit, dein Geld gewinnbringend anzulegen. Starte noch heute und investiere mit einem breit diversifizierten ETF-Portfolioin rund 8.000 Aktien und 3.000 Anleihen gleichzeitig.
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