Altersvorsorge ab 50: mit ETFs zur besseren Rente

Altersvorsorge ab 50: mit ETFs zur besseren Rente
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Du bist 50 (+) und möchtest deine Rente noch so gut wie möglich aufstocken? Wir zeigen, welche Möglichkeiten du dafür hast und warum es mit 50 definitiv noch nicht zu spät dafür ist.

Das Wichtigste in Kürze:

✓ Altersvorsorge lohnt sich auch ab 50: Du hast im Regelfall noch um die 17 Jahre bis zum Renteneintritt und damit ausreichend Zeit, um von den Renditechancen am Kapitalmarkt zu profitieren.

✓ Höhere Sparraten einplanen: Was dir an Anlagezeit fehlt, kannst du mit höheren Einzahlungen in dein Portfolio ausgleichen.

✓ Risiko schrittweise reduzieren: Sobald dein Ruhestand bzw. deine Entnahmephase näher rückt, sollte der volatile Aktien-Anteil reduziert und der schwankungsärmere Anleihe-Anteil erhöht werden, um dein Portfolio besser gegen kurzfristige Marktschwankungen abzusichern.

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Lohnt sich private Altersvorsorge ab 50 noch?

Die Antwort darauf lautet: eindeutig ja! Mit 50 hast du in Deutschland noch 17 Jahre Zeit bis zum regulären Renteneintritt (wer ab 1964 geboren ist, kann die Regelaltersrente mit 67 Jahren abschlagsfrei erhalten). Diese Zeitspanne reicht definitiv aus, um dir die Renditechancen des Kapitalmarkts zunutze zu machen. Außerdem profitieren viele Menschen ab 50 von bestimmten Vorteilen, die ihnen das Anlegen ihres Geldes erleichtern:

  • Die Kinder sind häufig aus dem Haus und bereits beruftstätig.
  • Immobilienkredite sind oftmals abbezahlt.
  • Die Jobposition ist in vielen Fällen gefestigt und wird nicht selten gut entlohnt.

Daraus ergibt sich für viele Menschen über 50 die Möglichkeit, höhere Sparbeträge als in jüngeren Jahren für die Altersvorsorge bereitzustellen – ein wichtiger Punkt, um den Nachteil des späteren Starts deiner privaten Altersvorsorge (zumindest teilweise) auszugleichen.

Was sollten speziell Frauen bei der Altersvorsorge beachten?

Für Frauen spielt die private Altersvorsorge eine noch wesentlichere Rolle als für Männer. Durch Betreuungszeiten für die eigenen Kinder fehlen Frauen oft wichtige Beitragsjahre für die gesetzliche Rentenversicherung (auch wenn Kindererziehungszeiten bei der Rente angerechnet werden). Zudem sind Frauen öfter als Männer in schlechter bezahlten Jobs tätig, was sich zusätzlich negativ auf die gesammelten Rentenpunkte (zentrale Berechnungsgrundlage für die Höhe der gesetzlichen Rente) auswirkt. In unserem Ratgeber verraten wir, wie Frauen ihre Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen können. >

Wie gehe ich mit 50 meine Altersvorsorge konkret an?

1. Verschaffe dir einen Überblick über deine finanzielle Situation

Wie hoch wird deine gesetzliche Rente voraussichtlich ausfallen? Welche weiteren Einkünfte stehen dir zur Verfügung (Betriebsrente, private Rentenversicherung etc.)? Wie viel Geld wirst du als Rentnerin bzw. Rentner voraussichtlich brauchen, um deinen bisherigen Lebensstandard halten zu können? Finde somit heraus, wie viel Geld dir bei Rentenbeginn insgesamt zur Verfügung stehen dürfte und wie viel du eigentlich benötigen würdest. Dann kannst du dich im nächsten Schritt mit deinen Möglichkeiten beschäftigen, eine womöglich vorhandene Unterdeckung – deine Rentenlücke – auszugleichen.

2. Schöpfe die drei Säulen der Altersvorsorge voll aus

Die 3 Säulen der Altersvorsorge setzen sich aus der gesetzlichen und betrieblichen Rente sowie der privaten Altersvorsorge zusammen. Schöpfe die Möglichkeiten, die die drei Säulen bieten, so gut wie möglich aus:

  • Gesetzliche Rente: Je länger du arbeitest und je höher dein Gehalt ist, desto mehr Rentenpunkte sammelst du an. Rentenpunkte, auch Entgeltpunkte genannt, sind die zentrale Berechnungsgrundlage in der gesetzlichen Rentenversicherung und bestimmen maßgeblich die Rentenhöhe. Einzig und allein auf die gesetzliche Rente solltest du dich mit Blick auf deine Altersvorsorge aber auf keinen Fall verlassen . Diese reicht oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Ruhestand zu gewährleisten.
  • Betriebliche Altersvorsorge: Falls dein Arbeitgeber eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) anbietet, nutze sie. Diese trumpft u. a. mit folgenden Vorteilen auf: Minderung der Steuer- und Sozialabgabenlast, Arbeitgeberzuschuss und Ansprüche aus bAV-Verträgen sind bei einem Jobwechsel übertragbar. Die zusätzlichen bAV-Beiträge können dabei helfen, deine Rentenlücke zumindest ein Stück weit zu schließen.
  • Private Altersvorsorge: Ergänze die gesetzliche und betriebliche Rente unbedingt mit einer renditestarken, kostengünstigen privaten Altersvorsorge. ETFs (Exchange Traded Funds – börsengehandelte Indexfonds) bieten dir dafür ein besonders günstiges Verhältnis aus Renditechancen und Risiko.

3. Nutze ETFs für die Altersvorsorge

Mit Aktien-ETFs investierst du kostengünstig und unkompliziert in eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen. Anleihe-ETFs, die im Normalfall weniger schwankungsanfällig als Aktien-ETFs sind, bieten dir wiederum eine stabilisierende Komponente für dein Portfolio. Um in ETFs zu investieren, wählst du zwischen:

  • einem ETF-Sparplan, um regelmäßig (monatlich) feststehende Beträge zu investieren und um ggf. vom Cost-Average-Effekt zu profitieren, oder
  • einer ETF-Einmalanlage, wenn du bereits über ein größeres Kapitalpolster (z. B. aus einer Erbschaft oder Lebensversicherung) verfügst. Untersuchungen über längere Zeiträume haben ergeben, dass es in der überwiegenden Zahl der Fälle vorteilhafter war, einen größeren zur Verfügung stehenden Betrag sofort in einer Summe anzulegen, als diesen auf unterschiedliche Kaufzeitpunkte aufzusplitten. Ganz nach dem Motto: „Der beste Zeitpunkt zum Kaufen ist immer jetzt!“

Bei quirion kannst du übrigens ganz einfach in ETFs investieren, ohne dich dabei selbst um die Auswahl kümmern zu müssen.

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4. Passe dein Portfolio an deinen Anlagehorizont an

Je mehr Zeit du für deine Geldanlage zur Verfügung hast, desto stärker kann dein ETF-Portfolio mithilfe eines höheren Aktien-Anteils (renditeträchtiger, aber auch schwankungsanfälliger) wachsen. Je näher deine Rente bzw. die Auszahlungsphase rückt, desto wichtiger wird es, stärkere Kursschwankungen durch einen höheren Anleihe-ETF-Anteil abzumildern. Bei quirion erfolgt das beim Altersvorsorge-Depot automatisch, indem wir dein Portfolio mit zunehmendem Alter für dich defensiver ausrichten (weniger Aktien, mehr Anleihen = schwankungsärmeres Portfolio).

Was passiert in der Entnahmephase?

Worauf es bei einem Entnahmeplan ankommt und warum der richtige Anlagemix gerade zu Beginn der Rente so entscheidend ist, erfährst du in unserem Ratgeber Entnahmeplan: So zahlst du dir deine ETF-Renteaus. >

5. Bleibe diszipliniert investiert

Auch bei der Geldanlage ab 50 gilt das sog. Buy-and-Hold-Prinzip: Sobald du dich für eine zu dir passende Anlagestrategie entschieden hast (z. B. einen ETF-Sparplan in ein Portfolio, bestehend aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Aktien und Anleihen) schenkst du den kurzfristigen Marktschwankungen am besten keine Beachtung mehr. Langfristig gesehen haben sich die Märkte nach jeder Krise wieder erholt – nicht selten folgten auf kräftige Abwärtsbewegungen bald wieder neue Höchststände. Gerade in unruhigen Börsenphasen sind somit Ruhe und Geduld gefragt und kein hektisches rein und raus.

Bei quirion teilst du uns am Anfang deine persönliche Risikobereitschaft mit, die wir bei der Auswahl der ETFs für dein Portfolio berücksichtigen. Du kannst dir also sicher sein, dass dein Portfolio immer mit dem für dich zutreffenden Verhältnis aus Renditechancen und Risikobereitschaft zusammengestellt ist.

So gelingt die private Altersvorsorge mit ETFs ab 50

Während bei einem langen Anlagehorizont auch kleine Sparraten zu einem beachtlichen Vermögen heranwachsen, musst du diesen fehlenden langfristigen Anlagehorizont ab 50 mit höheren Sparbeträgen kompensieren. Der Grund dafür liegt in einem dem Zinseszins vergleichbaren Effekt. Dieser lässt dein Vermögen bei positiven Renditen exponentiell wachsen, da auf aufgelaufene Gewinne – neben den Sparraten – zusätzliche Wertsteigerungen erzielt werden können. Je mehr Geld und Zeit dafür zur Verfügung stehen, desto kraftvoller wirkt sich der beschriebene Effekt aus.

Du kannst die Funktionsweise dieses Effektes ganz einfach mit unserem kostenlosen Sparplanrechner durchspielen: Probiere aus, was mit deinen Sparraten/Einmalzahlungen passiert, je kürzer/länger dein Anlagezeitraum ist.

Altersvorsorge ab 50: Bereit, jetzt damit zu starten?

Mit 50 ist es definitiv noch nicht zu spät, um deine finanzielle (Renten-)Zukunft aktiv zu gestalten. Du hast noch genügend Zeit, um mit einer klugen ETF-Strategie deine Rente spürbar aufzubessern. Bei quirion bekommst du alles aus einer Hand: wissenschaftlich fundierte ETF-Portfolios, automatische Anpassung an deine Lebensphasen, niedrige Kosten, eine breite Streuung der Investments und volle Flexibilität. Warte nicht länger – der richtige Zeitpunkt für deine Altersvorsorge ist genau jetzt!

Andreas Naujeck

Senior Analyst - Investmentkommunikation & Analyse

Andreas Naujeck ist langjähriger Mitarbeiter der Abteilung Investmentkommunikation & Analyse der Quirin Privatbank, zu der auch der Robo Advisor quirion gehört. Der zertifizierte Wertpapieranalyst ist seit fast 15 Jahren im Konzern tätig. Vor seiner Zeit bei der Quirin Privatbank war Andreas Naujeck rund 25 Jahre im Privatbankensektor tätig, vorwiegend als Wertpapierberater und später auch als Wertpapierspezialist.

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